Hamburg kämpft gegen US-Zölle – und setzt auf neue Handelswege nach Europa

Francesco Schenk
Francesco Schenk
2 Min.
Ein Plakat, das das US-Handelsdefizit nach Ländern in Milliarden US-Dollar zeigt, mit einer Grafik aus farbigen Kreisen, die verschiedene Länder darstellen, und begleitendem Text mit weiteren Informationen.Francesco Schenk

Tschentscher kritisiert US-Handelspolitik - Hamburg kämpft gegen US-Zölle – und setzt auf neue Handelswege nach Europa

Hamburgs historische Handelsmetropole steht vor neuen Herausforderungen: US-Zölle lassen Exporte nach Hamburg um über 60 Prozent einbrechen. Die Stadtspitze nutzte einen prominenten Anlass, um für stärkere internationale Partnerschaften zu werben und protektionistische Maßnahmen zu kritisieren.

Beim Matthiae-Mahl, einem der ältesten Bankette der Welt, betonten Vertreter Hamburgs Widerstandsfähigkeit und den Willen, Handelsbeziehungen über die traditionellen Märkte hinaus auszubauen.

Das Matthiae-Mahl 2025, das unter dem Motto "Europas Souveränität im geopolitischen Umbruch" stand, versammelte rund 400 Gäste. Zu den Ehrengästen zählten die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Präsident des Europäischen Rates, António Costa. Die seit 1356 bestehende Veranstaltung diente als Plattform, um über Handelskonflikte und wirtschaftliche Verschiebungen zu diskutieren.

Hamburgs Exporte in die USA brachen in den ersten drei Quartalen 2025 ein, nachdem neue Zollbarrieren in Kraft traten. Bürgermeister Peter Tschentscher übt offene Kritik an der Handelspolitik des früheren US-Präsidenten Donald Trump und wirft ihr vor, den transatlantischen Handel zu schaden. Trotz dieses Rückschlags stiegen die Gesamtzahlen im Außenhandel der Stadt – ein Zeichen dafür, dass die Umorientierung auf andere Märkte gelingt.

Die Hafenstadt war lange auf die USA und China als zentrale Handelspartner angewiesen. Angesichts wachsender geopolitischer Risiken und Lieferkettenstörungen treibt Hamburg nun die Diversifizierung voran. Abkommen wie CETA (EU-Kanada) und das Mercosur-Abkommen mit Lateinamerika sind dabei zentrale Bausteine. Lokale Verantwortliche betonen, dass Freihandel für Hamburgs Wirtschaft unverzichtbar bleibt – sie bleibt jedoch anfällig für globale Instabilität.

Zwar leidet der Handel mit den USA, doch die Gesamtausfuhren der Stadt wachsen weiterhin. Hamburg sucht aktiv nach neuen Partnern, um die Abhängigkeit von einzelnen Märkten zu verringern. Der Fokus liegt derzeit darauf, bestehende EU-Handelsabkommen zu nutzen und im Ausland neue Chancen zu erschließen.

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