"Opferpopp 2.0": Vergessene Jugendliche werden in Halle lebendig

Francesco Schenk
Francesco Schenk
2 Min.
Eine Gruppe von Menschen steht in einem Cinemex-Kino in einem Einkaufszentrum, mit einer Person, die sitzt, Tischen, Fotorahmen an der Wand, einem Schild, Deckenlampen und Geräten auf den Tischen.Francesco Schenk

"Opferpopp 2.0": Vergessene Jugendliche werden in Halle lebendig

"Opferpopp 2.0 – Ein Requiem" – Eine immersive Theaterinstallation erinnert an vergessene Jugendliche

Am 5. März 2026 eröffnet im Rahmen der Reihe "Erinnern ist Heimat" die immersive Theaterinstallation "Opferpopp 2.0 – Ein Requiem". Die Produktion ehrt Alexander Kluth, ein verstorbenes Mitglied des ursprünglichen Ensembles, und verwandelt das nt-Schaufenster des Thalia Theaters Halle in einen temporären Ort der Reflexion und Begegnung. Besonders Jugendliche ab 14 Jahren sind eingeladen, diesen seltenen öffentlichen Raum für Kunst und Dialog zu nutzen.

Die Installation greift das 2007 uraufgeführte Stück "Opferpopp" auf, in dem junge Laiendarsteller:innen ihre Erfahrungen mit Gewalt und Vernachlässigung teilten. Regisseur Mirko Borscht und Videokünstler Hannes Hesse fragen nun: "Was wurde aus ihnen?" Ihre Arbeit beleuchtet verschwundene Biografien, gesellschaftliche Brüche und das Weiterleben – ein "Denkmal für die Ausgelöschten", wie sie es nennen. Über die ursprünglichen jungen Schauspieler:innen existieren keine öffentlichen Aufzeichnungen; ihre Geschichten blieben bis heute unerzählt.

Vom 5. bis 22. März wird das nt-Schaufenster zum "Klubhaus Kluth" – einer begehbaren Installation, die Ausstellung, Clubatmosphäre und Live-Performance verbindet. Das Publikum bewegt sich frei zwischen Musik, Videos und Gesprächen; eine klassische Bühne trennt die Akteur:innen nicht von den Zuschauer:innen. Jeder Abend widmet sich einem anderen Thema und hinterfragt Klischees über "Problemkinder" sowie die langfristigen Folgen von Gewalt.

Das Projekt schafft einen Gegenraum zu den schwindenden öffentlichen Orten für Jugendliche. Durch die Einbindung junger Besucher:innen will es Dialog und Verbindung fördern – an der Schnittstelle von Kunst und realen Begegnungen.

Die Installation ist vom 5. bis 22. März 2026 im nt-Schaufenster des Thalia Theaters Halle zu erleben. Sie dient als Hommage an Alexander Kluth und als Plattform für vergessene Jugendstimmen. Mit ihrem offenen Format und thematischen Tiefgang bietet die Produktion ein einzigartiges Erlebnis – besonders für jüngere Teilnehmende.

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