Berlin kämpft um 560.000 Fachkräfte bis 2035 – wer soll die Lücken füllen?

Hans-Jürgen Zirme
Hans-Jürgen Zirme
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Ein altes Buch mit einer detaillierten Karte von Berlin, das Illustrationen und Text enthält.Hans-Jürgen Zirme

Großer Fachkräftemangel in Berlin befürchtet - Berlin kämpft um 560.000 Fachkräfte bis 2035 – wer soll die Lücken füllen?

Berlin steht vor einem massiven Fachkräftemangel: Bis 2035 müssen 560.000 Stellen besetzt werden. Die Belegschaft der Stadt verändert sich rasant, da ältere Beschäftigte in Rente gehen und die Digitalisierung ganze Branchen umkrempelt.

Um dieser Herausforderung zu begegnen, wurde die "Berliner Fachkräftestrategie 2035" ins Leben gerufen. Der Plan setzt darauf, die Beschäftigungsquote unter bisher unterrepräsentierten Gruppen zu erhöhen und gleichzeitig Schlüsselsektoren wie IT, Gesundheitswesen und Bildung als zentrale Wachstumsfelder zu stärken.

Ursachen des Fachkräftemangels sind vor allem der demografische Wandel und die Digitalisierung. Viele erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter scheiden aus dem Berufsleben aus – die Lücken können junge Arbeitskräfte noch nicht schließen. Gleichzeitig verändern Digitalisierung und künstliche Intelligenz die Arbeitswelt grundlegend: 450.000 bestehende Jobs werden sich stark wandeln, während 87.000 Stellen ganz wegfallen könnten.

Doch es entstehen auch neue Chancen, insbesondere in den Bereichen IT, Kommunikation, Gesundheitsversorgung und Bildung. Hier könnten bis zu 100.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Traditionelle Branchen wie das verarbeitende Gewerbe oder die öffentliche Verwaltung werden hingegen schrumpfen.

Die kreative und digitale Wirtschaft Berlins bleibt ein wichtiger Wachstumsmotor. 2024 erwirtschafteten diese Branchen 56 Milliarden Euro Umsatz und beschäftigten rund 200.000 Menschen. Auch bezahlbarer Wohnraum gilt als entscheidend, um Fachkräfte in die Stadt zu locken.

Die "Berliner Fachkräftestrategie 2035" zielt darauf ab, die Beschäftigungslücken zu schließen, indem sie die Arbeitsmarktteilhabe erhöht. Im Fokus stehen Frauen, Menschen mit Migrations- oder Fluchtgeschichte, Personen mit Behinderungen sowie Langzeitarbeitslose – Gruppen, die als zentral für die Deckung des künftigen Fachkräftebedarfs gelten.

Bis 2035 muss Berlin Hunderttausende Stellen besetzen und sich gleichzeitig an technologische und demografische Veränderungen anpassen. Die Strategie der Stadt setzt auf den Ausbau von Chancen in wachstumsstarken Branchen und die Förderung bisher benachteiligter Arbeitnehmergruppen. Entscheidend wird sein, neues Arbeitsplatzpotenzial zu schaffen – und gleichzeitig Fachkräfte zu halten und zu gewinnen.

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