Dortmunder Kult-Event 'Geierabend' meldet nach 34 Jahren Insolvenz an
Dortmunder Alternativkarneval 'Geierabend' ist insolvent - Dortmunder Kult-Event 'Geierabend' meldet nach 34 Jahren Insolvenz an
Dortmunds 'Geierabend' – nach 34 Jahren meldet das Kult-Karneval der Satire Insolvenz an
Der 'Geierabend', Dortmunds langjährige satirische Karnevalsveranstaltung, hat nach 34 Jahren Insolvenz angemeldet. Die seit 1992 fester Bestandteil der Ruhrgebietskultur gewesene Show steht nun vor dem finanziellen Aus – verursacht durch wachsende Schuldenberge. Die Veranstalter machen rückwirkende Forderungen und Altlasten für die plötzliche Krise verantwortlich.
Die Geierabend Flattermann-Factory gUG reichte ihren Insolvenzantrag am 3. März 2026 beim Amtsgericht Dortmund ein. Auslöser war die Entdeckung erheblicher finanzieller Risiken während des Saisonabschlusses im Februar. Ein zentrales Problem stellen rückwirkende Forderungen der GEMA in niedriger sechsstelliger Höhe dar.
Trotz geringerer Besucherzahlen als erwartet verlief die Saison 2026 künstlerisch wie geplant und blieb im Budgetrahmen. Allerdings wiesen die Unternehmensunterlagen keine detaillierten Einnahmen- oder Ausgabenaufstellungen auf, was Transparenzlücken hinterlässt. Der langjährige Moderator und ehemalige Mitgeschäftsführer Martin Kaysh betonte den kulturellen Wert der Veranstaltung für Dortmund und bezeichnete sie als unverzichtbaren Teil der lokalen Satire.
Die Veranstalter hoffen nun, im kommenden Sommer noch eine letzte Aufführung auf die Bühne zu bringen. Doch die Finanzierung der Show bleibt ungewiss – und damit auch die Zukunft des Events.
Die Insolvenzanmeldung markiert einen Wendepunkt für den 'Geierabend' nach Jahrzehnten satirischer Tradition. Sein Überleben hängt nun davon ab, ob die hohen Schulden bereinigt und neue Finanzmittel akquiriert werden können. Ohne Rettung könnte für den Karneval der Satire früher als gedacht der letzte Vorhang fallen.
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