Harter Start bei Germany's Next Topmodel: 19 Kandidatinnen fliegen raus

Francesco Schenk
Francesco Schenk
2 Min.
Eine Gruppe von Menschen läuft auf einem Laufsteg bei einer Modenschau, beleuchtet von hellen Scheinwerfern, mit Zuschauern auf beiden Seiten.Francesco Schenk

Viel Beschweren bei der ersten Catwalk der Frauen - Harter Start bei Germany's Next Topmodel: 19 Kandidatinnen fliegen raus

Die erste Folge von Germany's Next Topmodel wurde am 28. Februar 2006 ausgestrahlt und läutete einen erbitterten Wettbewerb unter 43 Nachwuchsmodels ein. Bis zum Ende der Sendung mussten 19 Kandidatinnen nach den Bewertungen der Jury – darunter Heidi Klum – die Reise antreten. Die Richter beurteilten ihre Casting-Fotos, den Laufsteg-Auftritt und ihre Fähigkeiten beim Fotoshooting.

Die verbleibenden 27 Models zogen in ein gemeinsames Haus in Berlin ein, wo schnell Spannungen wegen beengter Platzverhältnisse und begrenzter Duschmöglichkeiten aufkamen. Schon am nächsten Tag stand eine hochkarätige Modenschau auf einem rutschigen Marmor-Laufsteg an – eine Prüfung für ihr Können und ihre Nerven.

Die Folge begann mit einer gnadenlosen Ausscheidungsrunde. Klum und ihre Jury, darunter der Designer Michael Michalsky und der Stylist Thomas Hayo, sortierten fast die Hälfte der Kandidatinnen aus. Schlechte Posen, schwache Ausstrahlung oder mangelnde Ausstrahlung führten zu schnellen Abgängen. Zu den Ersten, die ausscheiden mussten, gehörten die Zwillinge Janet und Juliet sowie Angie, Sina und Sophie.

Zurück im Haus sahen sich die 27 verbleibenden Models sofort neuen Herausforderungen gegenüber. Mit nur drei Duschen für alle brachen Streitigkeiten über die Bettverteilung und Hygiene aus. Die Stimmung war angespannt, während sie sich auf die bevorstehende Modenschau vorbereiteten.

Vor der Show gab Lottie Moss – die Schwester des Supermodels Kate Moss – noch letzte Kritik. Sie lobte besonders Bianca und Kim, urteilte über andere jedoch hart. Kim, eine 24-jährige trans Frau, erklärte später, dass ihre Teilnahme dazu beitragen könnte, starre Geschlechterklischees infrage zu stellen.

Die Modenschau selbst entwickelte sich zu einem Spektakel der Pannen. Designer Giuliano Calza von GCDS kleidete die Kandidatinnen in auffällige Outfits, die bei manchen auf Skepsis stießen. Der Marmor-Laufsteg erwies sich als tückisch: Mehrere Models rutschten aus oder stolperten. Vanessa verlor sogar mitten im Lauf die Orientierung, schaffte es aber trotzdem in die nächste Runde – zusammen mit 21 anderen.

Klum zeigte sich insgesamt unzufrieden und monierte, dass fast alle Models ihre Frontposen verpassten und unbeholfen wirkten. Trotz des Chaos überstanden 22 Kandidatinnen die Runde und dürfen weiterkämpfen.

Die erste Folge setzte einen harten Ton für die Staffel: 19 Kandidatinnen schieden in einer einzigen Nacht aus. Die verbleibenden Models müssen sich nun auf einen noch härteren Wettbewerb einstellen – nach Streitigkeiten im Wohnprojekt und einer anspruchsvollen Laufsteg-Prüfung.

Klums scharfe Kritik und die Herausforderungen der Modenschau machten eines klar: Nur wer belastbar und anpassungsfähig ist, wird sich durchsetzen.

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