Steuererleichterung für Haushaltsrenovierungen könnte bald gestrichen werden
Hans-Jürgen ZirmeSteuererleichterung für Haushaltsrenovierungen könnte bald gestrichen werden
Die deutsche Regierungskoalition prüft derzeit die Abschaffung einer beliebten Steuererleichterung für Haushaltsrenovierungen. Bisher können Privatpersonen jährlich bis zu 1.200 Euro der Handwerkerkosten von der Steuer absetzen. Die geplante Änderung hat sowohl unter Politikern als auch in der Wirtschaft Diskussionen ausgelöst.
Nach der aktuellen Regelung lassen sich 20 Prozent der förderfähigen Sanierungskosten von der Einkommensteuer abziehen. Die maximale jährliche Absetzbarkeit beträgt 6.000 Euro, was einer Erstattung von bis zu 1.200 Euro entspricht. Nun erwägen Koalitionspolitiker, diesen Anreiz komplett zu streichen.
Bevor eine Entscheidung fällt, holen die Abgeordneten Stellungnahmen von Wirtschaftsverbänden ein, um die wirtschaftlichen Folgen abzuschätzen. Das Bundesfinanzministerium wollte nicht bestätigen, ob die Steuervergünstigung tatsächlich in Frage steht. Gleichzeitig beteuern führende Mitglieder der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, von konkreten Plänen zur Abschaffung der Förderung nichts zu wissen.
Die Zukunft der Steuerermäßigung für Haushaltsmodernisierungen bleibt ungewiss. Sollte sie gestrichen werden, entfiele für Haushalte ein finanzieller Anreiz für Renovierungen. Handwerksbetriebe müssten zudem mit einer sinkenden Nachfrage nach ihren Dienstleistungen rechnen.






