Medien-Riesen schlagen zu: DuMont und Rheinische Post kaufen Konkurrenz auf
Diethelm WeißMedien-Riesen schlagen zu: DuMont und Rheinische Post kaufen Konkurrenz auf
Zwei große Zeitungsdeals haben die Medienlandschaft in Nordrhein-Westfalen grundlegend verändert. Ende Februar übernahm die DuMont-Gruppe die Kölner Rundschau vom Heinen Verlag. Nur wenige Tage später kündigte die Rheinische Post an, mehrere westfälische Titel sowie deren digitale Plattformen zu übernehmen.
Am 29. Februar wechselte die Kölner Rundschau offiziell den Besitzer, als DuMont den Kauf vom Heinen Verlag abschloss. Dieser Schritt folgte auf jahrelange finanzielle Schwierigkeiten des kleineren Verlages.
Anfang März gab die Rheinische Post bekannt, mehrere westfälische Tageszeitungen inklusive ihrer Online-Angebote kaufen zu wollen. Nach Abschluss der Transaktion wird sie zur auflagenstärksten Tageszeitungsgruppe der Region aufsteigen.
Das Bundeskartellamt prüft solche Fusionen, berücksichtigt dabei jedoch ausschließlich die Auswirkungen auf Lesermärkte und Werbewirtschaft. Rechtlich ist es nicht befugt, zu bewerten, wie sich solche Veränderungen auf die journalistische Vielfalt oder das Meinungsspektrum für die Leser auswirken.
Beide Übernahmen passen in einen größeren Branchentrend: Immer mehr kleine, unabhängige Verlage werden von großen Medienkonzernen übernommen.
Nach dem Vollzug des Deals wird die Rheinische Post den Markt für Tageszeitungen in Nordrhein-Westfalen dominieren. Die Prüfung durch das Kartellamt konzentriert sich allein auf den Wettbewerb – nicht auf die inhaltliche Bandbreite. Die Entwicklungen markieren einen weiteren Schritt in Richtung Konzentration im deutschen Mediensektor.






