17 March 2026, 00:12

Mainz demonstriert friedlich gegen Rechtsextremismus mit 550 Teilnehmenden

Eine große Gruppe von Menschen marschiert auf einer von Bäumen gesäumten Straße in Berlin, mit Kameras ausgerüstet, mit einem Gebäude und einem klaren Himmel im Hintergrund.

Mainz demonstriert friedlich gegen Rechtsextremismus mit 550 Teilnehmenden

Rund 250 Menschen zogen am 14. März 2026 durch die Straßen von Mainz, um bei einem Marsch gegen rechtsextreme Politik zu protestieren. Die unter dem Motto "Keine Nazis im Parlament" stehende Veranstaltung gewann im Laufe des Tages immer mehr Teilnehmer und erreichte mit etwa 550 Demonstranten ihren Höhepunkt.

Die Kundgebung begann um 11:30 Uhr und führte durch das Neustadtviertel, bevor sie das Bleichenviertel erreichte. Als sie um 13:50 Uhr im Kaiserpark endete, hatte sich die Zahl der Teilnehmenden mehr als verdoppelt.

Anschließend fand eine Kundgebung vor dem Stadthaus statt, bei der die Landesregierung aufgefordert wurde, das Bundesverfassungsgericht bei der Prüfung aller rechtsextremen Parteien zu unterstützen. Die Versammlung verlief friedlich, es gab keine Zwischenfälle.

Der Marsch in Mainz reiht sich in eine bundesweite Entwicklung ein. In den vergangenen fünf Jahren haben in Deutschland Hunderte Proteste gegen Rechtsextremismus stattgefunden, darunter über 1.300 "Aufstände gegen Rechts" im Januar 2024. Diese Demonstrationen, ausgelöst durch investigative Berichte über ein rechtsextremes Treffen in Potsdam, brachten tausende Menschen in Städten wie Berlin, München und Hamburg auf die Straße. Weitere Großproteste im Februar und März 2024 zogen bis zu 500.000 Teilnehmende bundesweit an und richteten sich gegen die AfD und rechtsextreme Gruppierungen.

Der Mainzer Marsch endete ohne Vorfälle und fügt sich damit in die lange Reihe friedlicher Proteste gegen Rechtsextremismus in ganz Deutschland ein. Veranstalter und Teilnehmende machten deutlich, dass sie politisches Handeln gegen extremistische Parteien fordern.

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