Kerendia-Studie überzeugt Anleger trotz Milliardenverlusten des Pharmakonzerns
Francesco SchenkKerendia-Studie überzeugt Anleger trotz Milliardenverlusten des Pharmakonzerns
Ein großer Pharmakonzern hat vielversprechende Ergebnisse für sein Medikament Kerendia bekannt gegeben und damit das Vertrauen der Anleger gestärkt. Die positiven Studiendaten kommen trotz anhaltender finanzieller Herausforderungen, darunter ein Nettoverlust von 3,6 Milliarden Euro im Jahr 2025 und wachsender rechtlicher Belastungen. Nach der Ankündigung stiegen die Aktien um 4,71 % auf 40,25 Euro.
In der jüngsten klinischen Studie zeigte Kerendia eine deutliche Verbesserung der Nierenfunktion. Das Medikament erreichte sein primäres Ziel bei erwachsenen Patienten mit nicht-diabetischer chronischer Nierenerkrankung im Rahmen der FIND-CKD-Studie. Diese Ergebnisse veranlassen das Unternehmen, eine erweiterte Zulassung bei der US-Arzneimittelbehörde FDA zu beantragen, was den Marktzugang deutlich ausweiten könnte.
Die finanziellen Probleme bestehen jedoch fort: Für 2025 verzeichnete der Konzern einen Nettoverlust von 3,6 Milliarden Euro, während die Nettoverschuldung auf fast 30 Milliarden Euro anstieg. Hohe Prozesskosten, insbesondere durch die anhaltenden Klagen im Zusammenhang mit dem Unkrautvernichter Roundup, belasten die Liquidität zusätzlich.
Rechtliche Entwicklungen bleiben für Investoren ein zentrales Thema. Der Oberste Gerichtshof der USA wird am 1. April 2026 mündliche Verhandlungen zu den Warnhinweisen auf Roundup führen; eine Entscheidung wird bis Mitte Juni erwartet. Zudem wird ein Erlass zur Sicherung der Glyphosat-Versorgung kritisch geprüft. Die Hauptversammlung des Unternehmens, die am selben Tag wie die Gerichtsverhandlung stattfindet, sieht eine Abstimmung über eine vorgeschlagene Dividende von 0,11 Euro pro Aktie vor.
Während die Pharmasparte mit den starken Studienergebnissen von Kerendia Widerstandsfähigkeit zeigt, belasten finanzielle und rechtliche Hürden weiterhin die Aussichten des Konzerns. Anleger richten ihren Blick nun auf die Reaktion der FDA auf den Antrag zur erweiterten Zulassung sowie auf die anstehende Entscheidung des Obersten Gerichtshofs zu den Roundup-Kennzeichnungspflichten.






