IT-Panne in Sachsen-Anhalt: Mahnungen für Verkehrsstrafen vorerst ausgesetzt
Hans-Jürgen ZirmeBußgeldstelle stoppt Bußgelder wegen IT-Problemen - IT-Panne in Sachsen-Anhalt: Mahnungen für Verkehrsstrafen vorerst ausgesetzt
Zentrales Bußgeldstelle Sachsen-Anhalts setzt Mahnungen für unbezahlte Verkehrsstrafen aus
Wegen einer IT-Störung hat die Zentrale Bußgeldstelle Sachsen-Anhalts vorläufig den Versand von Mahnungen für ausstehende Verkehrsstrafen eingestellt. Das Problem trat bereits zu Jahresbeginn auf und beeinträchtigt seitdem die korrekte Weiterleitung der Gelder an die Landeshaushaltskasse. Die Behörden betonen jedoch, dass Bußgeldbescheide weiterhin wie gewohnt erlassen werden.
Die technische Panne wurde Anfang 2026 erstmals bekannt und verhindert seitdem die ordnungsgemäße Verarbeitung von Zahlungseingängen. Um ungerechtfertigte Säumniszuschläge für Autofahrer zu vermeiden, stellte die Behörde die Mahnungen ein. Die Aussetzung gilt als vorübergehende Schutzmaßnahme, während Fachleute an einer Lösung arbeiten.
Die Zentrale Bußgeldstelle ist für die Bearbeitung aller Verkehrsverstöße im Land zuständig – von Geschwindigkeitsüberschreitungen bis hin zu Alkohol- oder Drogendelikten im Straßenverkehr. Jährlich werden hier Millionen an Bußgeldern eingezogen, weshalb der IT-Ausfall eine erhebliche administrative Herausforderung darstellt.
Stand 16. März 2026 gibt es noch keinen Zeitplan für die Behebung des Problems. Wann die Mahnungen wieder aufgenommen werden, ist ebenfalls unklar.
Aufgrund des IT-Fehlers bleiben die Erinnerungen vorerst ausgesetzt, obwohl weiterhin Bußgeldbescheide verschickt werden. Wie lange die Störung anhalten wird, teilte die Behörde nicht mit. Betroffene, die ihre Strafen noch nicht beglichen haben, erhalten vorerst keine weiteren Zahlungserinnerungen – bis das System wieder funktioniert.