Brandenburgs Spargelbauern kämpfen mit Kosten und Konkurrenz aus dem Ausland
Hans-Jürgen ZirmeBrandenburgs Spargelbauern kämpfen mit Kosten und Konkurrenz aus dem Ausland
Spargelsaison in Brandenburgs größtem Anbaugebiet um Beelitz hat begonnen
Die Landwirte in der Region um Beelitz, Brandenburgs wichtigstem Spargelanbaugebiet, erwarten eine ertragreiche Ernte – doch steigende Kosten und Konkurrenz durch Importware drücken die Gewinne. Zu Saisonbeginn liegen die Preise zwischen 15 und 18 Euro pro Kilogramm, doch sie werden voraussichtlich im Laufe der Zeit sinken.
In den vergangenen Jahren hat sich der brandenburgische Spargelanbau gewandelt. Zwar ist die Nachfrage gestiegen, doch die Anbaufläche ist bis 2025 auf knapp 1.500 Hektar geschrumpft – ein Rückgang gegenüber früheren Ausdehnungen. Im vergangenen Jahr betrug die Ernte fast 19.000 Tonnen, wobei fruchtbare Regionen wie die Uckermark und die Prignitz eine zentrale Rolle spielten.
Die Landwirte kämpfen derzeit mit höheren Ausgaben auf mehreren Ebenen. Durch die Spannungen im Zusammenhang mit dem Iran sind die Dieselpreise gestiegen, was bei manchen Erzeugern alle zehn Tage zusätzliche Kosten von rund 5.000 Euro verursacht. Auch die jüngste Erhöhung des Mindestlohns hat die Lohnkosten in die Höhe getrieben. Gleichzeitig fordern Supermarktketten weiterhin niedrigere Einkaufspreise, sodass die Produzenten gezwungen sind, wo immer möglich zu sparen.
Zu Saisonbeginn wird Spargel für 15 bis 18 Euro pro Kilogramm verkauft. Mit zunehmender Verfügbarkeit werden die Preise voraussichtlich auf etwa 10 bis 12 Euro pro Kilogramm fallen. Doch die heimischen Erzeuger müssen sich zudem mit günstigeren Importen aus Spanien, Mexiko und Griechenland auseinandersetzen, was ihre Gewinnmargen weiter belastet.
Die hohen Anfangspreise spiegeln sowohl die starke Nachfrage als auch die gestiegenen Produktionskosten wider. Mit wachsendem Angebot werden die Marktpreise zwar voraussichtlich sinken, doch die Landwirte bleiben mit höheren Sprit-, Lohn- und Konkurrenzdruck konfrontiert. Wie gut sich die Branche anpassen kann, wird in den kommenden Monaten über ihre Stabilität entscheiden.






