Hyundai bleibt trotz leichter Verkaufsdelle Deutschlands stärkste asiatische Automarke
Hans-Jürgen ZirmeHyundai bleibt trotz leichter Verkaufsdelle Deutschlands stärkste asiatische Automarke
Hyundai verzeichnet für das Jahr 2025 einen leichten Rückgang der Verkäufe in Deutschland, bleibt jedoch die führende asiatische Automarke im Land. Das Unternehmen meldete rund 94.000 zugelassene Fahrzeuge – ein Minus von 3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch behält Hyundai eine starke Position in den Bereichen Elektro- und Hybridfahrzeuge.
2025 hielt Hyundai einen Marktanteil von 4,7 Prozent bei den Privatkundenverkäufen in ganz Europa. Während die Gesamtzahl der Pkw-Neuzulassungen mit knapp über 603.000 Einheiten stabil blieb, überflügelte die Marke in Deutschland die Konkurrenz mit einem Marktanteil von 3,3 Prozent. Besonders im rein elektrischen Segment schnitt Hyundai überdurchschnittlich ab.
Seit 2023 hat Hyundai sein Angebot an Hybrid- und Plug-in-Hybrid-Modellen in Europa erweitert. Zu den wichtigsten Neuzugängen zählen der völlig neue Kona Hybrid (B-Segment), der neue Tucson Hybrid sowie der neue Tucson Plug-in Hybrid (beide C-Segment). Zudem kam der komplett überarbeitete Santa Fe Plug-in Hybrid auf den Markt, dessen Infotainmentsystem 2026 ein Update erhalten soll. In den nächsten 18 Monaten werden fünf weitere Modelle in den volumenstarken B- und C-Segmenten folgen.
Das Unternehmen setzt darauf, die Eigenzulassungen zu reduzieren, die derzeit etwa 30 Prozent der Verkäufe ausmachen. Stattdessen will Hyundai die Zusammenarbeit mit seinem Händlernetzwerk stärken, um den Kundenservice und die Kundenbindung zu verbessern. Chinesische Wettbewerber wie SAIC oder BYD werden von Hyundai derzeit nicht als akute Bedrohung eingestuft.
Für 2026 rechnet die Marke in Europa und Deutschland mit stabilen Absatzzahlen. Ab 2027 wird wieder mit Wachstum gerechnet. Hyundais Strategie konzentriert sich auf den Ausbau des Hybrid- und Elektroangebots bei gleichzeitiger Verringerung der Eigenzulassungen. Mit fünf neuen Modellen in der Pipeline und dem Fokus auf die Händlerpartnerschaften strebt das Unternehmen an, seine Marktposition weiter zu festigen. Für 2026 wird mit stabilen Verkäufen gerechnet, ab dem folgenden Jahr soll das Wachstum wieder einsetzen.






