16 March 2026, 16:18

Bahn-Krise in Bayern: Drohen flächendeckende Zugstreichungen wegen maroder Gleise?

Eine alte Karte des Basel-Strasburg-Gebiets in Deutschland, die Text und Linien zeigt, die das Ausmaß der Bahnstrecke angeben.

Marode Bahn: Zugstreichungen in der Diskussion - Bahn-Krise in Bayern: Drohen flächendeckende Zugstreichungen wegen maroder Gleise?

Deutsche Bahn könnte Zugverbindungen in ganz Bayern streichen – wegen maroder Schienen

Die Warnung vor möglichen Streichungen kam vom CSU-Verkehrsexperten Jürgen Baumgärtner nach Gesprächen mit dem Vorstandsvorsitzenden des Unternehmens. Nun bemühen sich Landesvertreter, flächendeckende Ausfälle für Fahrgäste abzuwenden.

Anlass ist ein Treffen zwischen Deutsche-Bahn-Chefin Evelyn Palla und dem CSU-Politiker Baumgärtner. Dieser machte im bayerischen Landtag auf das Risiko von Zugausfällen aufmerksam, betonte jedoch, dass noch keine endgültige Entscheidung gefallen sei. Der Bahnkonzern will seine Pläne bis Ende dieser oder Anfang nächster Woche bekannt geben.

Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) lehnte bereits einen Vorschlag ab: die monatelange Sperrung der Strecke München–Rosenheim im Jahr 2028. Er besteht darauf, Streichungen wo immer möglich zu vermeiden. Doch Fachleute räumen ein, dass das bayerische Schienennetz unter jahrelanger Unterfinanzierung leidet. Die Modernisierung der Infrastruktur könnte noch ein weiteres Jahrzehnt dauern.

Die Grünen fordern die Staatsregierung auf, die Mittel für Sanierungen deutlich aufzustocken. Ohne schnelles Handeln drohe dem Bahnverkehr in Bayern eine zunehmende Instabilität, warnen sie.

Die endgültige Entscheidung der Deutschen Bahn über mögliche Streichungen steht in den kommenden Tagen an. Sollte es zu Ausfällen kommen, müssten sich Fahrgäste auf erhebliche Reisebehinderungen einstellen. Die Krise setzt die Verantwortlichen zudem unter Druck, die längst überfälligen Reparaturen an den bayerischen Strecken endlich voranzutreiben.

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