Aprilscherze bringen Mainz und die Region zum Lachen und Staunen
Hans-Jürgen ZirmeAprilscherze bringen Mainz und die Region zum Lachen und Staunen
Aprilscherze sorgen in Mainz und der Region für Heiterkeit
Der diesjährige 1. April brachte eine Welle humorvoller Streiche in Mainz und der umliegenden Region mit sich. Behörden, Unternehmen und sogar Rettungskräfte beteiligten sich mit ausgeklügelten Scherzen – manche davon täuschten die Öffentlichkeit kurzzeitig, bevor sie als harmlose Aprilscherze entlarvt wurden. Die Streiche reichten von erfundenen Baustopps über fiktive Wellnessprojekte bis hin zu politischen Überraschungen.
Den Auftakt machte Mainz' neuer Baudezernent Ludwig Holle (CDU), der sämtliche Baustellen der Stadt zu geschützten Kulturdenkmälern erklärte. Er verkündete sogar einen Baustopp, um das, was er als "einzigartiges kulturelles Phänomen" bezeichnete, zu bewahren – darunter das Rathaus, das Gutenberg-Museum und die seit Langem andauernde Baustelle an der Binger Straße. Der Scherz flog zwar später auf, sorgte aber zuvor für Verwirrung unter den Anwohnern.
Im Rheingau kündigte Schloss Vollrads unterdessen ehrgeizige Pläne für eine Thermalbad-Anlage auf seinem Gelände an. Das fiktive Projekt umfasste mineralstoffreiche Quellwasser-Kuren und temperaturgeregelte Vinotherapie-Räume, angeblich inspiriert von den Lagermethoden für hochwertige Riesling-Weine. Das Weingut räumte später ein, dass es sich dabei um nichts weiter als einen Aprilscherz handelte.
Andernorts berichtete eine lokale Zeitung aus dem Ahrtal, ein Winzer habe den ersten Rotwein-Whirlpool der Welt erfunden. Gleichzeitig präsentierte die Freiwillige Feuerwehr Ahrweiler ein Feuerwehrpferd als neues Einsatzfahrzeug. Beide Geschichten entpuppten sich schnell als Scherze.
Auch die Politik blieb nicht von humorvollen Einfällen verschont: Der Mainzer FDP-Politiker Thomas A. Klann veröffentlichte in den sozialen Medien, er trete zur CDU über. Die später als Scherz enttarnte Mitteilung enthielt eine kritische Anmerkung zu Desinformation und deren Auswirkungen auf Entscheidungsprozesse. In Mainz sorgte derweil Kult-Metzger Peter für Aufsehen, als er behauptete, neuer Küchenchef beim Fußballclub Mainz 05 zu sein – ein Post, der 447 Likes erhielt, bevor er als weiterer Aprilscherz aufflog.
Die Streiche, so kurzlebig sie auch waren, zeigten den spielerischen Geist der Region. Keines der angekündigten Projekte – von Weintherapie-Spas bis zu Baustopps – hatte einen realen Hintergrund. Stattdessen erinnerten sie an die lange Tradition des Aprilscherzes, die seit jeher für Heiterkeit und Verwirrung sorgt.






