Zwei Schülerinnen kämpfen um den Erhalt des Flexo-Busses in Salzgitter-Thiede
Francesco SchenkZwei Schülerinnen kämpfen um den Erhalt des Flexo-Busses in Salzgitter-Thiede
Zwei Schülerinnen aus Salzgitter-Thiede kämpfen für den Erhalt ihres örtlichen Busverkehrs. Ece Hickorkmaz und Esila Isbir haben eine Kampagne gestartet, um Flexo zu retten – das bedarfsgesteuerte Verkehrssystem, das Ende 2026 eingestellt werden soll. Mit Petitionen, Flyern und Gesprächen mit Verantwortlichen setzen sie sich für dessen Fortbestand ein.
Flexo wurde mit regionalen Fördermitteln eingeführt und bedient Gebiete wie Salzgitter-Thiede, Salzgitter-Bad und Baddeckenstedt. Der Regionalverband Braunschweig hat seit der Einführung die Hälfte der Kosten übernommen, doch diese Unterstützung endet mit dem Jahr 2026. Danach müssen die einzelnen Kommunen den Service nach den örtlichen Nahverkehrsregeln selbst finanzieren.
In benachbarten Landkreisen ist die Zukunft von Flexo bereits gesichert: Gifhorn verlängerte den Vertrag bis 2033, Baddeckenstedt bis 2031. Doch in Salzgitter droht das Aus, falls die lokalen Politiker nicht noch in diesem Jahr neue Mittel bewilligen.
Hickorkmaz und Isbir haben Initiativen ergriffen, um auf das Thema aufmerksam zu machen. Sie kontaktierten den Betriebsrat der KVG, verteilten Flyer und sprachen mit Christian Striese, dem Bürgermeister des Salzgitteraner Stadtteils Nordost. Eine von ihnen gestartete Online-Petition findet ebenfalls Zuspruch – bis Sonntag unterschrieben bereits 460 Menschen.
Das Schicksal von Flexo in Salzgitter liegt nun in den Händen der lokalen Entscheidungsträger. Wird keine Finanzierung vereinbart, endet der Service 2027. Die Kampagne der Schülerinnen zeigt, wie sehr die Anwohner auf das flexible Verkehrsangebot angewiesen sind.






