25 April 2026, 14:16

Zufit Simon eröffnet das Best OFF Festival mit The Fight Club in Hannover

Ein Buchumschlag mit einer leuchtenden Illustration einer Gruppe tanzender Frauen in energischen, synchronen Posen, mit detaillierter Kleidung und Gesichtern.

Zufit Simon eröffnet das Best OFF Festival mit The Fight Club in Hannover

Zufit Simon, eine Choreografin, die für ihren kühnen und präzisen Stil bekannt ist, eröffnet am 23. April das Best OFF Festival für Independent-Theater in Hannover. Ihr jüngstes Werk The Fight Club markiert eine auffällige Wendung hin zu Themen von Kampf und männlicher Konfrontation. Die 1980 in Israel geborene Simon hat die letzten 25 Jahre den zeitgenössischen Tanz in Deutschland geprägt.

Ihr erster Auftritt auf der Bühne erfolgte 2002 in München, wo sie in Turm zu Babel der Company CobosMika mitwirkte. Im Laufe der Zeit entwickelte sich ihre Choreografie zu einem Markenzeichen für scharfe, verdichtete Qualität – oft verglichen mit der molekularen Küche, bei der jedes Element seine volle Wirkung entfaltet.

Ihre Karriere nahm mit früher Unterstützung durch Dietrich Oberländers artblau Tanzwerkstatt in Braunschweig Gestalt an. Das Haus produzierte ihre Arbeiten von Anfang an, doch finanzielle Herausforderungen belasteten später ihren Werdegang. 2016 strich das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur die konzeptionelle Förderung für ihre Projekte. 2024 schloss dann das LOT-Theater, wo viele ihrer Stücke uraufgeführt worden waren, wegen Insolvenz.

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Trotz dieser Rückschläge blieb Simons Einfluss bestehen. Mit 45 Jahren erhielt sie 2025 den Münchner Tanzpreis für ihr Lebenswerk. The Fight Club setzt ihre Auseinandersetzung mit intensiven körperlichen und psychischen Kämpfen fort – ein Spektakel, das erst endet, wenn einer der Beteiligten nicht mehr stehen kann.

Ihr neues Stück feiert Premiere in einer Schlüsselfase ihrer Karriere, geprägt von Anerkennung und Verlust zugleich. Die Festspieleröffnung in Hannover unterstreicht ihre anhaltende Rolle im Independent-Theater. Simons Werk bleibt eine prägende Kraft im zeitgenössischen Tanz – selbst in einer Zeit, in der Spielstätten und Fördergelder um sie herum verschwinden.

Quelle