15 April 2026, 22:12

Zoll entdeckt Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung auf Münsteraner Glasfaser-Baustellen

Ein Monteur mit Schutzbrille bedient eine Maschine in einer gut beleuchteten Fabrikumgebung.

Zoll entdeckt Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung auf Münsteraner Glasfaser-Baustellen

Zollbeamte in Münster deckten bei einer überraschenden Kontrollaktion auf Baustellen für Glasfaserleitungen schwere Verstöße gegen das Arbeitsrecht auf. Die Überprüfungen am 26. März 2026 förderten nicht angemeldete Arbeiter, illegale Beschäftigung und sogar einen Fluchtversuch zutage.

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An jenem Tag besichtigten die Prüfer fünf Baustellen im gesamten Stadtgebiet Münster. Von den 38 kontrollierten Arbeitnehmern fehlte bei 20 die ordnungsgemäße Anmeldung in der Sozialversicherung. Sie arbeiteten damit schwarz – ohne rechtlichen Schutz und ohne Steuerabgaben.

Sechs dieser Arbeiter hielten sich zudem illegal in Deutschland auf. Sie besaßen überhaupt keine Erlaubnis, im Land zu arbeiten. Als die Beamten eintrafen, versuchte eine Person zu fliehen, wurde jedoch schnell gestoppt.

Bei der Kontrolle stellte sich außerdem heraus, dass gegen einen weiteren Arbeiter ein Haftbefehl vorlag. Die Behörden übergaben diese Person umgehend der Polizei zur weiteren Verfolgung.

Verena John, Pressesprecherin des Zollamts, bezeichnete die Verstöße später als selten, aber äußerst schwerwiegend. Sie betonte, dass solche Vergehen faire Arbeitsnormen und gesetzliche Beschäftigungsregeln untergraben.

Die Aktion legte weitverbreitete Unregelmäßigkeiten auf mehreren Baustellen offen. Einem Arbeiter droht nun die Festnahme, sechs anderen die Abschiebung wegen illegalen Aufenthalts. Ob gegen die beteiligten Unternehmen Strafen verhängt werden, haben die Zollbehörden bisher noch nicht bekannt gegeben.

Quelle