27 April 2026, 14:17

Wolfsangriff in Thüringen: Schäfer verliert sechs Mutterschafe in einer Nacht

Eine bewaldete Landschaft mit einer Herde Schafe im Vordergrund, umgeben von Bäumen und Pflanzen, mit Text unten.

Wolfsangriff in Thüringen: Schäfer verliert sechs Mutterschafe in einer Nacht

Wolfsangriff in Urnshausen: Thüringer Schafzüchter erleidet schwere Verluste

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Ein Wolfsangriff im thüringischen Urnshausen hat einen ortsansässigen Schäfer schwer getroffen. Der Oberhirte Egon Specht entdeckte am Sonntagmorgen sechs tote Mutterschafe und zwei schwer verletzte Tiere. Der Vorfall hat Forderungen nach strengeren Regelungen zum Umgang mit Wölfen, die Nutztiere bedrohen, neu entfacht.

Specht und sein Enkel Simon bestätigten, dass Wölfe für den Angriff verantwortlich seien. Sie alarmierten umgehend das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz – genauer das dortige Kompetenzzentrum für Wölfe, Biber und Luchse – das Proben zur Überprüfung des Vorfalls sicherte. Die Familie vermutet, dass mehrere Wölfe beteiligt waren.

Sechs Schafe überlebten, tragen jedoch tiefe Bisswunden davon und benötigen dringend tierärztliche Versorgung. Die finanziellen Folgen für die Familie Specht sind beträchtlich, da jedes Tier Jahre der Zucht und Investitionen repräsentiert.

Die Schäfer betonten ihre wichtige Rolle bei der Erhaltung der offenen Kulturlandschaften der Rhön durch extensive Beweidung. Ihre Arbeit trägt zum Erhalt traditioneller Landwirtschaftsformen bei, die zunehmend unter dem Druck häufiger werdender Wolfsbegegnungen stehen.

Der Angriff hat unter Thüringer Nutztierhaltern erneut Debatten ausgelöst. Viele fordern klarere rechtliche Maßnahmen gegen Wölfe, die wiederholt Farmtiere reißen. Für die Familie Specht bedeutet der Vorfall nicht nur emotionale Belastung, sondern auch einen erheblichen wirtschaftlichen Rückschlag.

Quelle