Aldi Süd streicht 1.250 IT-Jobs – und setzt auf externe Partner statt Eigenentwicklung
Francesco SchenkAldi Süd streicht 1.250 IT-Jobs – und setzt auf externe Partner statt Eigenentwicklung
Aldi Süd streicht 1.250 Stellen am Hauptsitz in Mülheim an der Ruhr. Die Kürzungen betreffen vor allem den Digitalbereich Aldi DX, da das Unternehmen seine IT-Strategie neu ausrichtet. Betroffenen Mitarbeitenden werden Sozialpläne angeboten, statt dass es zu betriebsbedingten Kündigungen kommt.
Der Handelskonzern hatte seine IT-Belegschaft zuvor auf über 4.000 Beschäftigte ausgebaut. Nun plant das Unternehmen jedoch, mehr Technologieleistungen auszulagern und die eigene Belegschaft zu verringern. Der Großteil der Stellenstreichungen – über 1.000 Positionen – entfällt auf Aldi DX, eine Tochtergesellschaft, die im November 2024 gegründet wurde, um die Attraktivität des Unternehmens als Arbeitgeber zu steigern.
Das zentrale Ziel von Aldi DX bestand darin, im Rahmen des Projekts AHEAD ein standardisiertes, globales IT-System aufzubauen. Von der Umstrukturierung betroffen sind jedoch auch bereichsübergreifende Funktionen, die von der Konzernholding in Salzburg gesteuert werden. Auch Aldi International Services, die internationale Beschaffungsabteilung des Unternehmens, muss Einschnitte hinnehmen.
Tata Consultancy Services wird die Partnerschaft mit Aldi Süd weiter ausbauen. Die Zusammenarbeit zielt darauf ab, die Technologieinfrastruktur des Händlers effizienter zu gestalten und zu modernisieren.
Die Änderungen markieren einen Strategiewechsel bei Aldi Süd im Umgang mit der IT. Mit weniger eigenen Mitarbeitenden und stärkerer Abhängigkeit von externen Partnern strukturiert das Unternehmen seine Digital- und Beschaffungsabteilungen neu. Für freiwillig Ausscheidende werden Abfindungsregelungen angeboten.






