Wie ein Fotograf Vater-Sohn-Beziehungen in Europa neu ins Bild setzt
Hans-Jürgen ZirmeWie ein Fotograf Vater-Sohn-Beziehungen in Europa neu ins Bild setzt
Eine neue Fotoserie sorgt in ganz Europa für Gespräche über Männlichkeit und familiäre Bindungen. Der bulgarische Fotograf Valery Poshtarov hat intime Porträts von Vätern und erwachsenen Söhnen aufgenommen, die sich an den Händen halten. Die Bilder, Teil seines Projekts "Vater und Sohn", stellen traditionelle Vorstellungen von männlichen Beziehungen und kultureller Vielfalt infrage.
Für seine Arbeit reiste Poshtarov durch Europa, um diese eindrucksvollen Momente festzuhalten. Seine Fotografien wurden unter anderem in deutschen Medien wie GEO präsentiert, wo sie die emotionale Nähe zeigen, die in Vater-Sohn-Beziehungen oft verborgen bleibt. Die Serie thematisiert Generationenkonflikte, kulturelle Unterschiede und den Wandel des Männlichkeitsbildes.
Unterdessen bereitet sich das Ruhrgebiet auf eigene kulturelle Höhepunkte vor. Larissa Sirah Herlen, bekannt als Lary, kehrt in ihre Heimatstadt Gelsenkirchen zurück, um im Eröffnungsstück der Ruhrtriennale mitzuwirken. Das Festival startet unter neuer Führung: Thorsten Bihegue übernimmt als Leiter des Jungen Schauspielhauses in Bochum sein erstes Amt und folgt damit auf Cathrin Rose.
Auch lokale Geschichten machen von sich reden. Birgit, die fast vier Jahre lang obdachlos war, ist nach Aufenthalten in Notunterkünften nun in eine eigene Wohnung gezogen. In Castrop-Rauxel meistert Micky Beisenherz den Spagat zwischen Leben als ambitionierter Fußballer in einer Hobby-Mannschaft. Und in Dortmund wirft die anstehende Ausstellung sowie das Buch "DortmUnderground 1978–1998" einen Blick zurück auf zwei Jahrzehnte wilden Kulturlebens der Stadt.
Thomas Koch setzt seine Arbeit fort, den Dialog durch seine Veranstaltungsreihe zu fördern – nun bereits im sechsten Jahr. Die nächste Ausgabe, eine Sondernummer des bodo-Magazins zum Thema Väter und Söhne, erscheint am 1. Oktober.
Poshtarovs "Vater und Sohn"-Serie gewährt seltene Einblicke in die emotionale Verbindung zwischen Männern, während die Ruhrtriennale und lokale Projekte frische kulturelle Perspektiven in die Region bringen. Die anstehende bodo-Sonderausgabe und die "DortmUnderground"-Ausstellung vertiefen zudem die Auseinandersetzung mit Familie, Identität und Geschichte. Gemeinsam spiegeln diese Werke den Wandel von Männlichkeitsbildern und Gemeinschaftsverständnis in Europa wider.






