06 April 2026, 18:13

Wie die taz seit 40 Jahren unabhängigen Journalismus gegen alle Widerstände verteidigt

Gelblicher alter Zeitungsartikel mit "Fédération Communale" in fetter schwarzer Schrift auf einem hellen cremefarbenen Hintergrund.

Wie die taz seit 40 Jahren unabhängigen Journalismus gegen alle Widerstände verteidigt

Die tageszeitung, besser bekannt als taz, blickt auf fast 40 Jahre unabhängigen Journalismus zurück. 1979 gegründet, sollte die Zeitung nach Einschätzung vieler bereits nach einem Jahr scheitern – doch sie hat sich behauptet. Nun richtet das Blatt seinen Blick auf die Zukunft und wirbt um langfristige Unterstützung seiner Leser:innen, um den Fortbestand zu sichern.

Als die taz in West-Berlin an den Start ging, zweifelten Kritiker:innen an ihrem Überleben. Die Medienlandschaft war hart umkämpft, und der alternative Ansatz des Blattes galt als riskant. Doch wider alle Erwartungen florierte die Zeitung – und blieb dabei ihrem ursprünglichen Auftrag treu: kritische Berichterstattung und progressive Werte.

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Zeitungsbranche radikal gewandelt. Die Auflagen schrumpften, die digitale Konkurrenz wuchs, und die Finanzierungsmodelle änderten sich grundlegend. Trotz dieser Herausforderungen bewahrte die taz ihre Unabhängigkeit, indem sie sich auf die Beiträge ihrer Leser:innen stützte – statt auf Unternehmensgelder.

Um dieses Erbe zu bewahren, wirbt die Zeitung nun für zwei zentrale Wege der Unterstützung. Zum einen können Förder:innen Genossenschaftsanteile erwerben, die finanzielle Stabilität bieten und eine direkte Beteiligung an der Zukunft der Zeitung ermöglichen. Zum anderen besteht die Möglichkeit, die taz oder die taz Panter Stiftung in einem Testament zu bedenken. Die Stiftung fördert insbesondere die Ausbildung junger Journalist:innen und unterstützt investigativen Journalismus.

Das Genossenschaftsmodell ist seit jeher ein Markenzeichen der taz. Durch dessen Ausbau will die Zeitung ihre Werte – und ihren Betrieb – an die nächste Generation weitergeben.

Der Appell für Vermächtnisse und Genossenschaftsanteile kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die taz ihre Unabhängigkeit langfristig absichern will. Finanzielle Zuwendungen, sei es durch Testamente oder direkte Spenden, sollen einen Journalismus ermöglichen, der Macht infrage stellt und unterrepräsentierten Stimmen Gehör verschafft. Der Fortbestand der Zeitung hängt heute wie 1979 vom Engagement ihrer Leser:innen ab.

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