Wie die DDR-Symbole nach 1990 spurlos aus dem Alltag verschwanden
Francesco SchenkNeue Ausstellung: 'Die Beseitigung von GDR-Staatssymbolen' - Wie die DDR-Symbole nach 1990 spurlos aus dem Alltag verschwanden
Eine neue Ausstellung in Berlin verfolgt das plötzliche Verschwinden der Staatsymbolik der DDR nach der Wiedervereinigung. Unter dem Titel "Ein Land im Container: Die Entsorgung der DDR-Staatssymbole" untersucht sie, wie Flaggen, Orden und Abzeichen innerhalb weniger Monate aus dem öffentlichen Leben verschwanden.
Nach dem Zusammenbruch der Deutschen Demokratischen Republik wurden ihre offiziellen Symbole fast über Nacht entfernt. Viele landeten im Müll oder bei Sperrmüllsammlungen. Andere wurden auf Flohmärkten verkauft oder in privaten Haushalten aufbewahrt.
Die meisten staatlichen Auszeichnungen und Orden wurden offiziell erfasst und im Bundesarchiv – insbesondere in der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin – archiviert. Ein kleiner Teil gelangte in Museen, darunter das DDR-Museum in Berlin-Mitte. Die Ausstellung zeigt nun eine Auswahl dieser Exponate und verdeutlicht, wie schnell sie aus dem öffentlichen Raum verschwanden.
Die Schau hinterfragt, warum diese Symbole so rasant entsorgt wurden. Noch bis Mitte November haben Besucher die Gelegenheit, Relikte eines Staates zu sehen, der einst den Alltag prägte.
Die Ausstellung bietet einen seltenen Einblick in die materiellen Überreste der politischen Identität der DDR. Durch die Präsentation von Objekten aus dem eigenen Bestand dokumentiert das DDR-Museum, wie die Symbole einer Nation getilgt wurden – und wo sie schließlich landeten. Die Schau bleibt bis November für die Öffentlichkeit zugänglich.






