15 May 2026, 22:14

Wasserstoff-Pipeline verbindet Salzgitter mit Mitteldeutschland für grünen Stahl

Detailreiche Weltkarten-Poster, das geplante Öl- und Gas-Rohrleitungen zeigt, inklusive Länder, großen Städten, Gewässern und erläuterndem Text.

Wasserstoff-Pipeline verbindet Salzgitter mit Mitteldeutschland für grünen Stahl

Neue Wasserstoff-Pipeline soll Mitteldeutschland mit der Stahlregion Salzgitter verbinden

Eine neue Wasserstoffleitung wird künftig das zentrale Deutschland mit dem Stahlstandort Salzgitter verbinden. Die 68 Kilometer lange Trasse soll eines der größten Stahlwerke Europas mit sauberer Energie versorgen und damit die Bemühungen zur Reduzierung der CO₂-Emissionen in der Schwerindustrie unterstützen.

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Die Planung für die Pipeline begann vor zwei Jahren, als die Ontras Gastransport GmbH erste Vorarbeiten aufnahm. Das Projekt ist Teil eines größeren, rund 600 Kilometer langen Wasserstoffnetzes in Ost- und Mitteldeutschland. Etwa 80 Prozent dieses Netzes entstehen durch die Umrüstung bestehender Gasleitungen, während die verbleibenden 20 Prozent neu gebaut werden müssen.

Die Salzgitter-Trasse wird von Wefensleben aus verlaufen und über Helmstedt, Wolfenbüttel sowie Salzgitter bis zum Stahlwerk von Salzgitter AG führen. Die Pipeline mit einem Durchmesser von 80 Zentimetern soll ab 2027 gebaut werden und bis Dezember 2029 in Betrieb gehen.

Bevor die Bauarbeiten beginnen, wird Ontras von Ende Juni bis Anfang August ökologische Untersuchungen durchführen. Dabei geht es vor allem um den Schutz bedrohter Arten wie des Feldhamsters entlang der geplanten Route. Die Leitung ist ein zentraler Baustein des SALCOS-Programms, das den Einsatz von Kohle in der Stahlproduktion durch Wasserstoff ersetzen soll.

Nach der Fertigstellung ermöglicht die Pipeline der Salzgitter AG die Herstellung von „grünem Stahl“ unter Nutzung von Wasserstoff anstelle fossiler Brennstoffe. Der Baubeginn ist für 2027 vorgesehen, die vollständige Inbetriebnahme soll bis Ende 2029 erfolgen. Das Projekt markiert einen wichtigen Schritt zur Senkung der Industrieemissionen durch den Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur.

Quelle