19 March 2026, 14:20

Villeroy & Boch mit gemischter Bilanz: Wachstum 2025, aber düstere Aussichten für 2026

Infografik-Poster, das eine Weltkarte mit hervorgehobenen Ländern und Text zeigt, der die wirtschaftlichen Auswirkungen des Trans-Pacific Partnership (TPP) auf die USA und die Weltwirtschaft erklärt.

Iranischer Krieg belastet Ausblick für Villeroy & Boch - Villeroy & Boch mit gemischter Bilanz: Wachstum 2025, aber düstere Aussichten für 2026

Villeroy & Boch meldet gemischte Finanzzahlen für 2025: Umsatzwachstum, aber verhaltene Prognose für 2026

Der Keramikhersteller Villeroy & Boch verzeichnete im Jahr 2025 ein uneinheitliches Geschäftsergebnis: Während der Umsatz stieg, dämpft das Unternehmen die Erwartungen für das kommende Jahr. Die Erlöse kletterten um 1,8 Prozent auf 1,45 Milliarden Euro, doch die Gewinne bleiben unter Druck. Die eskalierende Krise im Nahen Osten zwingt das Unternehmen, seine Prognosen für 2026 nach unten zu korrigieren.

Im vergangenen Jahr investierte Villeroy & Boch 45,8 Millionen Euro in die Modernisierung seiner Standorte. Dazu gehörten ein neues Lager- und Regalsystem am Standort Merzig in Deutschland sowie fortschrittliche Brenntechnik in Torgau. Zudem steigerte das Unternehmen seine Produktionseffizienz durch die Optimierung seines Werksnetzwerks – darunter auch Vorbereitungen für die Schließung des Standorts in Roeselare, Belgien.

Der Umsatz stieg auf 1,45 Milliarden Euro, ein moderater Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Der Nettogewinn verdoppelte sich nahezu und legte von 6,6 Millionen Euro (2024) auf 14,7 Millionen Euro (2025) zu. Allerdings sank das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf 97,8 Millionen Euro und verblieb damit unter den ursprünglichen Erwartungen.

Der Konflikt im Nahen Osten hat den Handel in der Region schwer beeinträchtigt. Seit März 2024 weitete sich die Krise zu einem größeren Krieg zwischen den USA und Israel gegen den Iran aus, bei dem tausende Luftangriffe geflogen wurden. Die erneuten Kämpfe mit der Hisbollah im Libanon trieben über 300.000 Menschen in die Flucht, während Angriffe auf Golfstaaten und US-Marineeinheiten die Schifffahrtsrouten destabilisierten. Villeroy & Boch erzielt in Israel und den Golfstaaten mittlerweile keine Umsätze mehr; für April wird mit einem Rückgang der Verkäufe auf nur noch 30 Prozent des Vorjahresniveaus gerechnet.

Vor diesem Hintergrund hat das Unternehmen seine Prognose für 2026 deutlich nach unten angepasst. Der Umsatz soll um einen mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich sinken, während das EBIT voraussichtlich nur noch 75 bis 85 Millionen Euro erreichen wird – deutlich unter den Werten von 2025.

Die anhaltenden Kämpfe wirken sich direkt auf die Geschäfte von Villeroy & Boch im Nahen Osten aus. Mit unterbrochenen Handelswegen und zusammenbrechenden regionalen Absatzmärkten steht das Unternehmen vor einem schwierigen Jahr. Die gesenkten Umsatz- und Gewinnprognosen spiegeln die weitreichenden wirtschaftlichen Folgen des eskalierenden Krieges wider.

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