03 May 2026, 10:11

USA ziehen 5.000 Soldaten aus Deutschland ab – Europa vor Sicherheitswende

Eine Zeitleiste, die die Erweiterung der NATO von 1949 bis heute zeigt, wobei die Regionen farblich nach dem Jahr der Mitgliedschaft unterteilt sind.

USA ziehen 5.000 Soldaten aus Deutschland ab – Europa vor Sicherheitswende

Die USA haben Pläne bekannt gegeben, innerhalb des nächsten Jahres 5.000 Soldaten aus Deutschland abzuziehen. Der Schritt folgt anhaltenden Spannungen zwischen Washington und Berlin in Fragen der Verteidigungspolitik. Deutsche Regierungsvertreter reagierten mit dem Aufruf zu einer stärkeren europäischen Sicherheitsstrategie.

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Am 1. Mai bestätigten die USA, ihre militärische Präsenz in Deutschland um 5.000 Angehörige der Streitkräfte zu verringern. Der Abzug soll in sechs bis zwölf Monaten abgeschlossen sein. Derzeit sind in Deutschland 38.000 US-Soldaten stationiert, darunter auch wichtige Kommandostandorte für Einsätze der USA in Europa und Afrika.

Verteidigungsminister Boris Pistorius bezeichnete die Entscheidung als absehbar. Er betonte, Europa müsse nun mehr Verantwortung für die eigene Sicherheit übernehmen. Kritiker hingegen argumentieren, dass die geplante Aufstockung der Bundeswehr – von 185.000 auf 260.000 Soldaten – noch weiter gehen müsse.

Unterdessen kritisierte Bundeskanzler Friedrich Merz die USA für ihr Vorgehen im Konflikt mit dem Iran. Washington fehle eine klare Exit-Strategie, so Merz. NATO-Vertreter arbeiten nun mit den USA zusammen, um die Auswirkungen des Truppenabzugs auf die Bündnisoperationen zu klären.

Durch die Verringerung der US-Truppen verliert Deutschland militärische Verstärkung. Als Reaktion plant Berlin eine deutliche Aufstockung der eigenen Streitkräfte. Der Wandel deutet auf ein wachsendes Bestreben nach größerer europäischer Verteidigungssouveränität hin.

Quelle