17 April 2026, 20:12

U7-Verlängerung in Spandau: Politischer Streit um Berlins Nahverkehrspläne

Eine historische Karte von Berlin, Deutschland, mit farbigen Linien, die die Routen des Berliner U-Bahn-Systems markieren.

U7-Verlängerung in Spandau: Politischer Streit um Berlins Nahverkehrspläne

Berlins Pläne zur Verlängerung der U7 in Spandau entfachen politischen Streit

SPD-Fraktionschef Raed Saleh hat die Entscheidung, die U7 nicht über den Bahnhof Spandau Rathaus hinaus zu verlängern, scharf kritisiert und warnt vor Nachteilen für benachteiligte Bevölkerungsgruppen. Gleichzeitig betont Verkehrssenatorin Ute Bonde (parteilos), dass noch keine endgültigen Beschlüsse gefasst wurden – finanzielle und technische Hürden stünden einer Umsetzung entgegen.

Auslöser des Konflikts ist eine Kosten-Nutzen-Analyse, die von einer Verlängerung der U7 abrät. Bonde räumte zwar die Ergebnisse ein, verwies aber auf noch ausstehende Untersuchungen zu Trassenvarianten und Systemwahl. Zudem wies sie auf die hohen Baukosten und strukturellen Herausforderungen im Spandauer Untergrund hin.

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Saleh konterte mit einer grundsätzlichen Ablehnung des gesamten Nahverkehrsplans durch seine Fraktion. In einem Schreiben an den regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) warf er der Senatsverkehrsverwaltung vor, die äußeren Bezirke zu vernachlässigen. Besonders kritisierte er Bondes Vorgehen, das seiner Meinung nach die Bedürfnisse der Spandauer Bevölkerung ignoriert.

Trotz der Kritik hält Wegner eine U7-Verlängerung weiterhin für möglich. Er hatte zuvor mehrfach die Verbesserung der Anbindung an die Berliner Stadtrandgebiete betont – etwa durch Ausbauten der U7, U8 und der Verbindung am Mexikoplatz. Bonde jedoch wiederholte, dass bisher keine Vorentscheidungen getroffen wurden, was die Zukunft des Projekts ungewiss macht.

Die U7-Verlängerung bleibt vorerst in der Prüfphase; weitere Gutachten sollen die Grundlage für eine Entscheidung liefern. Während Salehs Ablehnung des Verkehrsplans den Druck erhöht, steht Wegners Offenheit im Kontrast zu den Vorbehalten der Verkehrsverwaltung. Bis auf Weiteres hängt die U-Bahn-Erweiterung in Spandau in der Schwebe – abwartend klarer finanzieller und technischer Bewertungen.

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