Tankstellenmitarbeiter stiehlt 1,47 Millionen Euro Lottogewinn – und scheitert kläglich
Conrad PechelLotterie-Betrug: Tankwart verbirgt Kunden-Millionengewinn - Gewinn verloren - Tankstellenmitarbeiter stiehlt 1,47 Millionen Euro Lottogewinn – und scheitert kläglich
Ein Tankstellenmitarbeiter in Grasbrunn bei München stahl im April 2024 einem Kunden einen Lottogewinn in Höhe von 1,477.777 Euro. Die Betrugsaffäre flog auf, als Beamte bei einem Auszahlungsversuch Unstimmigkeiten feststellten. Nun wurde der Angestellte zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.
Der Vorfall begann, als ein Kunde an der Tankstelle ein Spiel-77-Los kaufte. Nach der Ziehung bemerkte der Mitarbeiter, dass es sich um einen Gewinnschein über fast 1,5 Millionen Euro handelte. Statt den Kunden zu informieren, versteckte er das Ticket und behauptete fälschlicherweise, es gebe keinen Gewinn.
Zwei Monate später, im Juli 2024, versuchte der Mitarbeiter, den Gewinn persönlich bei der Lottozentrale in München einzulösen. Doch die Beamten entdeckten schnell Widersprüche in seiner Schilderung und verweigerten die Auszahlung. Der Fall landete vor dem Amtsgericht München, wo im März 2026 der Prozess begann.
Das Gericht sprach den Angestellten der Betrugs schuldig. Er erhielt eine 15-monatige Haftstrafe auf Bewährung. Zudem wurde ihm im Urteil untersagt, an der Verkaufsstelle, an der der Gewinnschein abgegeben worden war, weiter zu spielen.
Der eigentliche Gewinner der 1,477.777 Euro bleibt unbekannt. Ohne das Originalticket kann das Geld nicht mehr ausgezahlt werden. Der Fall zeigt die Risiken von Lottobetrug – und die Kontrollmechanismen, die solche Machenschaften verhindern sollen.






