Hessens Wälder im Wandel: Mehr Holzeinschlag und weniger Buchen durch Klimafolgen
Francesco SchenkMehr Holz geerntet im Jahr 2025 in deutschen Staatswäldern - Hessens Wälder im Wandel: Mehr Holzeinschlag und weniger Buchen durch Klimafolgen
Holzeinschlag in Hessens Staatswäldern steigt 2025 leicht an
Im Jahr 2025 nahm der Holzeinschlag in den hessischen Staatsforsten leicht zu – auf rund 1,49 Millionen Kubikmeter geschlagenes Holz. Der Anstieg folgt auf Jahre der Dürre und Hitzewellen, die besonders Buchen geschwächt und zu Anpassungen in der Forstwirtschaft gezwungen haben. Die Behörden setzen nun auf den Aufbau widerstandsfähigerer Mischwälder, indem anfällige Baumarten entfernt und trockenheitsresistente Arten wie Eiche und Ahorn gefördert werden.
Der erhöhte Einschlag ist unter anderem auf die Aufhebung eines vorübergehenden Fällverbots für Buchenbestände im Jahr 2024 zurückzuführen. Dadurch konnten geplante Durchforstungen, Pflegearbeiten und die Entnahme geschädigter Bäume durchgeführt werden. In der Folge stieg die Ernte von Laubholz um etwa ein Viertel, während der Einschlag von Nadelholz um rund 6 % zurückging.
Zwischen Oktober 2025 und Februar 2026 nahm der Holzeinschlag um etwa 6 % zu. Allerdings behinderten starker Schneefall und anhaltende Nässe die Arbeiten in einigen Gebieten. Die Folgen vergangener Dürrejahre zeigen sich erst jetzt in vollem Umfang: Geschwächte Buchen müssen aus Gründen der Sicherheit und der Waldstabilität entfernt werden.
Rückgang der Buchenbestände um 15 % seit 2020
HessenForst hat die von Buchen dominierten Flächen seit 2020 um rund 15 % reduziert – von 180.000 auf 153.000 Hektar. Sturmschäden und gezielte Holzentnahmen trugen zu diesem Rückgang bei. In Buchenbeständen werden nun ausgewählte Bäume gefällt, um mehr Licht für trockenheitstolerante Arten durchzulassen und so den Wandel hin zu stabileren Mischwäldern zu unterstützen.
Die Maßnahmen sind Teil einer langfristigen Strategie, um Hessens Wälder an den Klimawandel anzupassen. Durch die Verringerung der anfälligen Buchenbestände und die Förderung einer größeren Vielfalt an Laubhölzern streben die Forstverantwortlichen ökologisch widerstandsfähigere Waldökosysteme an. Gleichzeitig sollen sichere Bedingungen für Besucher gewährleistet und die Holzproduktion aufrechterhalten werden.






