27 June 2026, 10:10

Streik im hessischen Einzelhandel: ver.di ruft zu Arbeitsniederlegungen auf

Streik bei Rewe, Ikea & Co.: Was das für Kunden in Wiesbaden bedeutet

Streik im hessischen Einzelhandel: ver.di ruft zu Arbeitsniederlegungen auf

Die Gewerkschaft ver.di hat zu Streiks im hessischen Einzelhandel aufgerufen, nachdem die Tarifverhandlungen in einer Sackgasse endeten. Beschäftigte großer Ketten wie Rewe, IKEA und H&M wollen ihre Arbeit niederlegen, um gegen die ausbleibenden Zugeständnisse der Arbeitgeber zu protestieren. Bisher gibt es vonseiten der Unternehmen kein verbessertes Angebot – die Mitarbeiter bleiben damit in Unsicherheit über ihre künftigen Löhne.

Die Gespräche zwischen ver.di und den Arbeitgebern des Einzelhandels kommen nicht voran. Der Hauptverhandler der Gewerkschaft, Marcel Schäuble, warf den Arbeitgebern vor, die Belegschaften im Unklaren zu lassen. Laut aktuellem Vorschlag sollen Einzelhandelsangestellte nach sechs Monaten eine Lohnerhöhung von zwei Prozent erhalten, während Großhandelsmitarbeiter erst nach mehreren Monaten 1,8 Prozent mehr bekommen würden.

Ver.di fordert eine monatliche Erhöhung um 250 Euro für die Beschäftigten sowie einen jährlichen Zuschuss von 150 Euro für Auszubildende pro Ausbildungsjahr. Zudem pocht die Gewerkschaft auf eine Laufzeit von zwölf Monaten für den neuen Tarifvertrag. Die vorgeschlagenen Lohnerhöhungen reichten angesichts der erwarteten Inflationsrate nicht aus, argumentiert ver.di.

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Protestaktionen sind in Wiesbaden, Kassel, Frankfurt und Darmstadt geplant. Der Streikaufruf richtet sich an Unternehmen wie Rewe, Penny, Kaufland, Hit, Douglas, IKEA, H&M, Zara, Primark, Metro und Rewe Logistics. Betroffen sind damit zahlreiche große Einzelhändler in der Region. Die Beschäftigten kämpfen für höhere Löhne, um die steigenden Lebenshaltungskosten auszugleichen. Bisher haben die Arbeitgeber jedoch kein überarbeitetes Angebot vorgelegt.

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