SPD-Koblenz verliert prominenten Funktionär nach harter Parteikritik
Francesco SchenkSPD-Koblenz verliert prominenten Funktionär nach harter Parteikritik
Dennis Feldmann hat sich von zwei zentralen Positionen innerhalb der Koblenzer SPD zurückgezogen. Sein Rücktritt umfasst den Austritt aus dem Vorstand des Stadtverbandes sowie den Vorsitz des Ortsvereins Koblenz-Lützel. Als Hauptgrund für seine Entscheidung kritisierte er die interne Kultur der Partei.
Feldmanns Ausscheiden aus dem SPD-Stadtvorstand Koblenz wird Ende Mai 2026 wirksam. Zudem legte er den Vorsitz des Ortsvereins Koblenz-Lützel nieder – ein deutlicher Bruch mit seinen bisherigen Ämtern. Dennoch betonte er, sich weiterhin in der Kommunalpolitik für Koblenz engagieren zu wollen.
Er prangerte die inneren Strukturen der Partei an und warf ihr vor, sich von den Kernwerten der Sozialdemokratie entfernt zu haben. Feldmann kritisierte insbesondere eine von Machtkonzentration und Gruppendenken geprägte Kultur, in der Entscheidungen von wenigen Schlüsselpersonen dominiert würden. Seine Frustration wuchs, nachdem er trotz Interesse an einer Kandidatur übergangen worden war.
Die Wahl von Dr. Thorsten Rudolph zum neuen Vorsitzenden des Koblenzer Stadtverbandes zog weitere Kritik nach sich. Feldmann hinterfragte sowohl das Verfahren als auch den Zeitpunkt von Rudolphs Ernennung. Gleichzeitig stellte er klar, dass sein Rücktritt nicht auf persönliche Enttäuschung über Wahlergebnisse zurückzuführen sei.
Feldmanns Rückzug unterstreicht die anhaltenden Spannungen innerhalb des Koblenzer SPD-Verbandes. Seine Kritik deutet auf tiefgreifendere Probleme bei innerparteilicher Demokratie und Machtverteilung hin. Gleichzeitig machte er deutlich, dass sein Engagement für die Stadt Koblenz selbst unverändert bleibt.






