Solingens Innenstadt kämpft um ihre Zukunft – doch ein Masterplan fehlt noch
Diethelm WeißSolingens Innenstadt kämpft um ihre Zukunft – doch ein Masterplan fehlt noch
Solingens Innenstadt steht vor ernsten Herausforderungen. Leerstehende Läden, ein begrenztes Einzelhandelsangebot und kaum Möglichkeiten zum Essen oder geselligen Beisammensein belasten die wirtschaftliche und soziale Situation des Viertels. Der Niedergang hat sich über viele Jahre zugespitzt, mit tieferliegenden Ursachen, die oft außerhalb des Einflussbereichs der Stadt liegen.
Lokale Verantwortliche haben versucht, die Probleme mit Einzelprojekten und Fachstrategien anzugehen. Doch ein umfassendes Gesamtkonzept zur Belebung des Gebiets fehlt bisher. Walsken betont, dass die Stadt einen ganzheitlichen Ansatz braucht – statt isolierter Maßnahmen. Er schlägt einen Masterplan für den gesamten Rings um das Zentrum vor, der Stadtgestaltung, Kultur, Klima, Verkehr und die Bedürfnisse der Gemeinschaft berücksichtigt.
Walsken hebt auch die Bedeutung der Entwicklung der umliegenden Gebiete hervor, darunter die Mangenberger Straße, die Friedrichstraße, der Graf-Wilhelm-Platz und das Werwolf-Viertel. Sein Credo: Um den Aufschwung zu schaffen, muss eine moderne, mobile und gut verdienende Bevölkerung angelockt werden. Der Ausbau von Kinderbetreuung und weiterführenden Schulen mit höherem Bildungsniveau sei ein Schritt in die richtige Richtung.
Als konkrete Maßnahmen regt Walsken eine bessere Vernetzung der Glasernen Werkstatt mit lokalen Start-ups an, den Bau von Studentenwohnheimen, ein dezentraleres Gesundheitssystem und digitale Beratungsangebote. Er räumt ein, dass ein solches Vorhaben Jahre in Anspruch nehmen wird, besteht aber darauf, dass jetzt gehandelt werden muss, um Fortschritte für die Zukunft zu sichern.
Walsken fordert zudem mehr finanzielle Spielräume, um diese Veränderungen umsetzen zu können. Ohne abgestimmte Anstrengungen, warnt er, werde sich die Krise der Innenstadt weiter verschärfen. Das Ziel: ein lebendiger, vernetzter urbaner Raum für Bewohner:innen und Unternehmen gleichermaßen.
