SkF schließt Braunschweiger Beratungsstelle nach über 100 Jahren
Hans-Jürgen ZirmeSkF schließt Braunschweiger Beratungsstelle nach über 100 Jahren
Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) schließt Beratungsstelle in Braunschweig
Zum Monatsende wird der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) seine Beratungsstelle in Braunschweig schließen. Die Einrichtung bestand seit über einem Jahrhundert, muss nun aber aus finanziellen Gründen aufgelöst werden. Trotz der Schließung blieb die Unterstützung durch lokale Spender:innen und Stiftungen ungebrochen.
Das Hauptangebot des SkF vor Ort war die Schwangerschafts- und Familienberatung. Allein im vergangenen Jahr suchten fast 330 Frauen und Familien Rat in dem Programm. Zudem führte die Organisation im Stadtteil Westlicher Ring weitere Projekte durch, darunter „Elternpraxis mit Babysimulatoren“ und „Frühe Hilfen“.
Für diese beiden Projekte konnten bisher keine neuen Träger gefunden werden. Die Schließung erfolgt, obwohl sich Mitarbeiter:innen und Ehrenamtliche mit großem Engagement eingesetzt haben. Karen Vogel, die scheidende Geschäftsführerin und langjährige Schwangerschaftsberaterin, wird in Teilzeit weiterhin in derselben Funktion für die Caritas tätig sein.
Ab dem 1. Juli übernimmt die Caritas die Schwangerschaftsberatung am bisherigen Standort in der Kasernenstraße 30. Für die betreuten Frauen ändert sich dadurch kaum etwas – lediglich das Briefpapier wird ein anderes sein.
Der SkF dankte allen Spender:innen und Stiftungen in der Region für ihre Unterstützung, darunter der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz und der Stiftung Großes Waisenhaus. Durch die Übergabe ist sichergestellt, dass die Beratungsangebote unter neuer Trägerschaft nahtlos fortgeführt werden.
