Sexueller Missbrauch in Koblenz: Stadt plant flächendeckende Sicherheitsmaßnahmen an Schulen
Hans-Jürgen ZirmeSexueller Missbrauch in Koblenz: Stadt plant flächendeckende Sicherheitsmaßnahmen an Schulen
In Koblenz wurde ein elfjähriges Mädchen von einem 20-jährigen Mann auf dem Gelände einer Schule sexuell missbraucht. Der Vorfall hat landesweit Empörung ausgelöst und Forderungen nach strengeren Sicherheitsvorkehrungen in der gesamten Stadt laut werden lassen. Die Behörden prüfen nun die Sicherheitsprotokolle für öffentliche Gebäude.
Der Angriff hat die Stadtverwaltung dazu veranlasst, über eine Ausweitung der Sicherheitsmaßnahmen in Kitas, Schulen und anderen kommunalen Einrichtungen nachzudenken. Bisher verfügt nur das Rathaus I in der Altstadt über einen Concierge-Service – und das auch nur zwei bis vier Stunden an Wochentagen.
Bis zu 67 städtische Einrichtungen könnten bald mit Concierge- und Sicherheitspersonal ausgestattet werden. Zu ihren Aufgaben würden Zugangskontrollen, Videoüberwachung und die Reaktion auf Notfälle gehören. Sicherheitskräfte sollen zudem Hausordnungen durchsetzen, Platzverweise aussprechen und bei Störungen eingreifen.
Der Einsatz soll sich auf besonders gefährdete Standorte konzentrieren, darunter Rathäuser, Ordnungsämter und Bildungseinrichtungen. Ziel ist es, den Besucherverkehr besser zu steuern und einen geordneten Ablauf in öffentlichen Räumen zu gewährleisten.
Die geplanten Maßnahmen sollen weitere Vorfälle verhindern und die Aufsicht in kommunalen Gebäuden stärken. Sicherheitsmitarbeiter werden die Zugänge überwachen, in Notfällen reagieren und die Einhaltung der Hausregeln sicherstellen. Ein konkreter Zeitplan für die Umsetzung steht jedoch noch nicht fest.






