Renaturierung in Hessen rettet seltenen Schmetterling und schafft neues Ökosystem
Hans-Jürgen ZirmeRenaturierung in Hessen rettet seltenen Schmetterling und schafft neues Ökosystem
Reparierte Wasserleitung in Hessen: Renaturierung schafft neuen Lebensraum für seltene Arten
In Hessen ist eine beschädigte Wasserleitung repariert worden – mit positiven Folgen für wertvolle Feuchtwiesen und seltene Tierarten. Das im September 2025 abgeschlossene Projekt verwandelte ein überflutetes Gebiet in ein intaktes Ökosystem und ermöglichte gleichzeitig wieder die landwirtschaftliche Nutzung. Finanziert wurde die Maßnahme aus Mitteln des hessischen Klimaplans 2030.
Die Probleme begannen im Sommer 2022, als eine historische Leitung in der Region Rohrhecke bei Neustadt brach. Bis zu drei Hektar Grünland und Wirtschaftswege standen unter Wasser, was sowohl die Tierwelt als auch die Landwirtschaft beeinträchtigte. Das betroffene Gebiet ist Teil eines FFH-Schutzgebiets (Flora-Fauna-Habitat) und nach dem gefährdeten Schmetterling Maculinea – auch als Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling bekannt – benannt.
Im Januar 2025 begannen die Arbeiten zur Behebung der Überflutungen. Ingenieure leiteten das austretende Wasser oberirdisch um und sanierten ein altes Entwässerungssystem. Bereits Ende 2023 hatte sich ein natürlicher Bachlauf gebildet, der ganzjährig von Quellwasser gespeist wird. Dadurch stabilisierte sich der Wasserhaushalt, sodass die Lebensräume auch in heißen Sommern nicht mehr austrocknen.
Der wiederhergestellte Bach bietet nun klimasensiblen Arten wie Feuersalamander, Geburtshelferkröte, Kammmolch und Laubfrosch einen Rückzugsraum. Zudem entstand eine naturnahe Furt, die Landwirten wieder den Zugang zu den Flächen ermöglicht. Die einst überfluteten Wiesen sind inzwischen trockengefallen und sollen bis zum nächsten Sommer wieder als Mähwiesen nutzbar sein.
Das Projekt hat im Schutzgebiet Maculinea sowohl die Artenvielfalt als auch die landwirtschaftliche Nutzung erfolgreich wiederbelebt. Der renaturierte Bach sichert die Wasserversorgung in Trockenperioden, während die instand gesetzten Wege die Bewirtschaftung ermöglichen. Die Umsetzung wurde durch Landesmittel aus dem Hessischen Klimaplan 2030 ermöglicht.






