Berlin testet neues WG-Modell: Cluster-Wohnungen für bestehende Gemeinschaften
Hans-Jürgen ZirmeBerlin testet neues WG-Modell: Cluster-Wohnungen für bestehende Gemeinschaften
Berlins kommunaler Wohnungsanbieter WBM nimmt Bewerbungen für erste Cluster-Wohnungen entgegen
Mit dem neuen Wohnmodell richtet sich die WBM an bestehende Wohngemeinschaften und reagiert damit auf die sich wandelnden Bedürfnisse in der Hauptstadt. Die Wohnungen entstehen im Quartier Lilienthal an der Köpenicker Straße, das derzeit noch gebaut wird.
Die Cluster-Wohnungen verbinden privates und gemeinschaftliches Wohnen: Jede Einheit umfasst etwa 205 Quadratmeter mit sieben Schlafzimmern, mehreren Bädern sowie einem großen gemeinsamen Wohn- und Essbereich. Zwei Loggien bieten den Bewohnern zusätzlichen Raum.
Voraussetzung für die Bewerbung ist, dass die Interessenten bereits eine WG bilden, da die Vermietung nur an bestehende Gruppen erfolgt. Nach dem Einzug bleibt die Wohngemeinschaft selbst für organisatorische Aufgaben zuständig – etwa die Suche nach Nachmietern, falls jemand auszieht. Für Menschen ohne bestehende WG hat die WBM gemeinsam mit der STATTBAU Stadtentwicklungsgesellschaft eine Vermittlungsplattform eingerichtet.
Die Fertigstellung ist für Juli 2026 geplant; insgesamt sollen acht Cluster-Wohnungen entstehen. Matthias Borowski, Pressesprecher der WBM, bezeichnet das Modell als moderne Antwort auf den Wandel des Berliner Wohnungsmarktes. Ob ähnliche Wohnungen auch in anderen Bezirken außerhalb von Mitte entstehen, steht noch nicht fest.
Das Quartier Lilienthal setzt mit den Cluster-Wohnungen auf ein neues Konzept des gemeinsamen Wohnens, das Privatsphäre und Gemeinschaftsflächen verbindet. Die Anmeldung ist ab sofort möglich, die Fertigstellung wird für Mitte 2026 erwartet. Mit der Initiative zeigt die WBM, wie Wohnraum an die Anforderungen des städtischen Lebens in Berlin angepasst werden kann.






