Porsche verlagert Cayenne-Produktion von Bratislava nach Leipzig und baut Stellen ab
Francesco SchenkPorsche verlagert Cayenne-Produktion von Bratislava nach Leipzig und baut Stellen ab
Porsche wird die Produktion des Cayenne von Bratislava in das Werk Leipzig verlegen. Die Entscheidung fällt in eine Phase, in der Vorstandschef Oliver Blume die Überkapazitäten an den deutschen Standorten des Unternehmens angeht. Sowohl in Stuttgart-Zuffenhausen als auch in Leipzig laufen die Produktionsstätten derzeit unter ihrer vollen Auslastung.
Die Verlegung betrifft alle drei Antriebsvarianten des Cayenne. Mit dem Schritt will Porsche die langfristige Auslastung des Leipziger Werks verbessern. Allerdings wird der Standort durch den Umzug und Verzögerungen bei der Markteinführung neuer Modelle vor Herausforderungen stehen.
Bis August plant das Unternehmen, 200 Arbeitsplätze über freiwillige Programme abzubauen. Zudem sollen bis zu 400 Mitarbeiter vorübergehend an das Volkswagen-Werk in Wolfsburg abgeordnet werden. Diese Maßnahmen sind Teil eines umfassenderen Umstrukturierungsplans, den Blume im Oktober vorstellen wird und der weitere Stellenstreichungen beinhalten könnte.
Porsche hat den Plan zwar noch nicht offiziell bestätigt, räumt aber Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern ein. Eine endgültige Vereinbarung hängt davon ab, ob die Gewerkschaften Lohnzugeständnisse akzeptieren.
Ziel der Verlegung ist eine bessere Kapazitätsauslastung in Leipzig. Zuvor muss Porsche jedoch die Zustimmung der Belegschaft einholen und Kostensenkungsmaßnahmen finalisieren. Die Umstrukturierung wird die Abläufe an allen deutschen Standorten des Unternehmens neu gestalten.
