Petershausen erwartet 2026 erstmals Haushaltsüberschuss nach Gebührenerhöhungen
Diethelm WeißPetershausen erwartet 2026 erstmals Haushaltsüberschuss nach Gebührenerhöhungen
Petershausens kommunale Versorger rechnen 2026 mit einem Haushaltsüberschuss. Die zusätzlichen Einnahmen stammen aus den in diesem Jahr erhöhten Gebühren für Wasser und Abwasser. Die Anpassungen folgen auf jahrelange Defizite und steigende Betriebskosten, die bundesweit zu beobachten sind.
Laut Gesetz müssen die Wasser- und Abwassergebühren in Petershausen langfristig kostendeckend sein. Wie andere bayerische Gemeinden sieht sich die Kommune mit wachsenden Ausgaben konfrontiert – bedingt durch Inflation, Energiepreise und notwendige Infrastrukturmodernisierungen. Zwar liegen keine genauen lokalen Daten für den Zeitraum 2021–2026 vor, doch benachbarte Gemeinden wie Glonn, Eurasburg und Ottobrunn verzeichneten in den letzten Jahren kumulierte Preiserhöhungen von 10 bis 20 Prozent.
Der für 2026 erwartete Überschuss geht auf die zu Jahresbeginn beschlossenen Gebührenanpassungen zurück. Diese fielen nicht übermäßig hoch aus, da sie auch frühere Fehlbeträge der vergangenen vier Jahre ausglichen. Zudem wurden viele kostspielige, aber dringend benötigte Projekte auf 2027 verschoben, was die diesjährige Bilanz zusätzlich entlastet.
Die Einnahmen aus der Wasserversorgung werden voraussichtlich 110.000 Euro betragen, während die Abwasserentsorgung 250.700 Euro einbringen dürfte. Die Zahlen spiegeln die Bemühungen des Versorgers wider, die Finanzen zu stabilisieren und gleichzeitig die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen.
Der prognostizierte Überschuss wird Petershausen helfen, frühere Defizite auszugleichen. Dennoch bleiben umfangreiche Infrastrukturarbeiten vorerst auf 2027 verschoben. Die aktuellen Gebührenanpassungen haben die Einnahmen zumindest vorläufig an die langfristigen Kostenanforderungen angepasst.






