PETA fordert radikales Jagdverbot – doch die Politik bleibt untätig
Conrad PechelPETA fordert radikales Jagdverbot – doch die Politik bleibt untätig
Die Tierrechtsorganisation PETA fordert ein vollständiges Verbot von Freizeitjagd und Angeln in Deutschland. Die Organisation argumentiert, dass beide Aktivitäten jährlich Millionen von Tieren unnötiges Leid zufügen. Die aktuellen Gesetze schränken diese Praktiken jedoch weder auf Bundes- noch auf Landesebene ein.
Jedes Jahr töten deutsche Hobbyjäger über fünf Millionen Wildtiere. Zudem erschießen sie etwa 200.000 Katzen – oft aus sportlichen Gründen und weniger aus ökologischer Notwendigkeit. PETA zufolge zerstören solche Tötungen tierische Sozialstrukturen und führen zu höheren Fortpflanzungsraten bei den überlebenden Wildtieren.
Angler verletzen unterdessen jährlich Millionen von Fischen. Viele leiden unter Hakenverletzungen, langem Erstickungstod oder Stress. Wissenschaftliche Studien belegen, dass Fische empfindungsfähige Wesen sind, die Schmerzen spüren und sich sogar im Spiegel erkennen können.
Trotz der Forderungen von PETA hat bisher kein Bundesland verbindliche Einschränkungen für die Freizeitjagd eingeführt. Das Bundesjagdgesetz bildet zwar den rechtlichen Rahmen, doch jüngste Aktualisierungen konzentrierten sich vor allem auf den Umgang mit Wölfen. Die von PETA-Sprecher Peter Höffken vorgebrachten ethischen Bedenken – er hält die Jagd für ökologisch überflüssig und moralisch nicht vertretbar – haben bisher keine gesetzlichen Änderungen bewirkt.
Die Debatte um Hobbyjagd und Angeln in Deutschland bleibt damit ungelöst. PETAs Drängen auf strengere Regulierungen macht das Ausmaß des tierischen Leids durch diese Aktivitäten deutlich. Bis auf Weiteres erlauben die geltenden Gesetze beide Praktiken jedoch ohne nennenswerte Einschränkungen.






