Oettinger holt neuen Geschäftsführer – und setzt auf Wachstum mit Discount-Bier
Diethelm WeißOettinger holt neuen Geschäftsführer – und setzt auf Wachstum mit Discount-Bier
Oettinger, Deutschlands größter Bierproduzent nach Absatz, kündigt Veränderungen in der Geschäftsführung an. Die familiengeführte Brauerei, die 1731 gegründet wurde, holt mit Thilo R. Pomykala ab dem 1. April einen neuen Geschäftsführer ins Boot. Seine Berufung folgt auf den Abschied von Stefan Blaschak und fällt in eine Phase, in der das Unternehmen seine Marktführerschaft weiter ausbaut.
Mit einer jährlichen Produktion von rund sechs Millionen Hektolitern – das entspricht etwa einer Milliarde Flaschen und Dosen – hat Oettinger seinen Marktanteil im Jahr 2024 auf 15,5 Prozent gesteigert. Die Brauerei beschäftigt etwa 700 Mitarbeiter an ihren Standorten in Oettingen (Bayern) und Mönchengladbach (Nordrhein-Westfalen).
Thilo R. Pomykala bringt umfangreiche Erfahrung in der Konsumgüterbranche (FMCG) mit. Seine Karriere begann er bei Unilever, bevor er Führungspositionen bei der Semper idem Underberg AG, Meggle und Hochland übernahm. Über sechs Jahre leitete er als Geschäftsführer bei Hochwald die Bereiche Vertrieb, Marketing und Innovation.
In dieser Zeit prägte Pomykala maßgeblich die strategische Ausrichtung des Unternehmens und trieb Initiativen voran, die die Marktposition der Marke im FMCG-Sektor stärkten. Pia Kollmar, Eigentümerin von Oettinger und zuständig für Finanzen, Strategie und Einkauf, betonte, dass sein Fachwissen eine wertvolle Bereicherung für das Team sei.
Im Rahmen der Umstrukturierung übernimmt Dominika Steinberg erweiterte Verantwortung. Die bisherige Leiterin für Personal und IT wird künftig auch die Bereiche Produktion und Technik im Vorstand mitverantworten. Die Veränderungen fallen in eine Phase kontinuierlichen Wachstums: In den letzten Jahren erreichte Oettinger einen Jahresabsatz von rund 10,5 Millionen Hektolitern.
Der Erfolg der Brauerei basiert auf ihrer Spezialisierung auf preiswerte Handelsmarken für Discounter. Während Konkurrenten wie Radeberger, Paulaner und Bitburger stagnierende oder rückläufige Marktanteile verzeichnen, hat Oettinger mit dieser Strategie seine Position als Deutschlands umsatzstärkster Bierproduzent gefestigt.
Das neue Führungsteam übernimmt die Verantwortung in einer Phase, in der Oettinger seine starke Marktpräsenz weiter ausbaut. Durch den Fokus auf kostengünstige Produkte und hohe Absatzvolumina bleibt das Unternehmen der Konkurrenz voraus. Mit Pomykalas Erfahrung und Steinbergs erweiterten Aufgaben ist der Vorstand gut aufgestellt, um das Unternehmen in die nächste Wachstumsphase zu führen.






