22 April 2026, 04:14

Neue Grundsicherung ab Juli: 1.000-Euro-Bonus für Geringverdiener ohne Abzüge

Plakat mit einem britischen Granitarbeiter vor einem Berg- und Baumhintergrund, mit dem Text "Was unser Freihandel bedeutet - Britischer Granitarbeiter - Die Fair Wages Klausel ist in Ordnung, aber ich will Arbeit."

Neue Grundsicherung ab Juli: 1.000-Euro-Bonus für Geringverdiener ohne Abzüge

Ab Juli ersetzt ein neues Grundsicherungssystem das bisherige Bürgergeld – mit weitreichenden Folgen für Geringverdiener. Künftig dürfen Arbeitgeber ihren Beschäftigten, die gleichzeitig staatliche Leistungen beziehen, einen steuerfreien Bonus von bis zu 1.000 Euro gewähren. Die Maßnahme soll die finanzielle Belastung von Arbeitnehmern mindern, ohne dass deren Gesamteinkommen geschmälert wird.

Die anstehende Reform der Grundsicherung, die im Juli in Kraft tritt, basiert auf dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II). Sie führt eine neue Anreizregelung ein: Beschäftigte, die staatliche Unterstützung erhalten, können von ihrem Arbeitgeber einen steuerfreien Bonus von bis zu 1.000 Euro erhalten – ohne dass dieser auf ihre Sozialleistungen angerechnet wird.

Der Bonus orientiert sich an früheren Entlastungsprogrammen wie den Corona-Hilfen oder der Inflationsausgleichsprämie. Ziel ist es, Arbeitnehmer in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zu unterstützen, ohne ihre Anspruchsberechtigung auf staatliche Leistungen zu beeinträchtigen. Der Gesetzentwurf muss nun noch vom Bundestag verabschiedet werden, bevor die Neuregelung in Kraft treten kann.

Sobald das Gesetz beschlossen ist, können berechtigte Arbeitnehmer den Bonus in voller Höhe behalten – zusätzlich zu Lohn und Sozialleistungen. Die Änderung soll direkte finanzielle Hilfe leisten, ohne das Gesamteinkommen zu verringern. Arbeitgeber haben ab Juli die Möglichkeit, diese Zahlung anzubieten.

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