Neue Betrugsermittlungen gegen René Benko: Millionenveruntreuung in München
Francesco SchenkNeue Betrugsermittlungen gegen René Benko: Millionenveruntreuung in München
René Benko steht erneut unter Ermittlung – diesmal wegen des Verdachts auf Veruntreuung von Geldern in München. Das aktuelle Verfahren dreht sich um den Vorwurf des Vertrauensbruchs und Betrugs in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro. Seit Januar 2025 sitzt er in Untersuchungshaft.
Im Mittelpunkt des Falls steht die Signa Prime Selection, die laut Ermittlern als eine Art finanzieller „Staubsauger“ fungiert haben soll. Demnach sollen Gelder aus anderen Projekten abgezogen worden sein, darunter eine Zahlung von 120 Millionen Euro für das Bahnhofplatz-Projekt in München. Die umgeleiteten Mittel dienten angeblich dazu, Liquiditätslücken innerhalb der Signa Group zu schließen und eine Kapitalerhöhung für den Kauf des Londoner Kaufhauses Selfridges zu finanzieren.
Ein ähnliches Vorgehen zeigt sich bei einer weiteren Transaktion, an der ein saudischer Staatsfonds und das Münchner Projekt „Franz“ beteiligt waren. Unterdessen reichen Benkos juristische Probleme noch weiter.
Für Donnerstag ist vor dem österreichischen Obersten Gerichtshof die Berufungsverhandlung in seinem ersten Insolvenzbetrugsprozess angesetzt. Auch sein privates Insolvenzverfahren wirft weitere Fragen auf – etwa Streitigkeiten um wertvolle Damenringe. Der vom Gericht bestellte Insolvenzverwalter kämpft derzeit an mehreren Fronten in Benkos Pleiteverfahren.
Es handelt sich bereits um das 18. Strafverfahren gegen Benko. Die Ermittlungen fördern weiterhin undurchsichtige Finanzmanöver innerhalb seines Imperiums zutage. Die rechtlichen Auseinandersetzungen laufen auf mehreren Ebenen weiter.
