Mönchengladbachs Energiekosten explodieren – doch der Verbrauch bleibt stabil
Francesco SchenkMönchengladbachs Energiekosten explodieren – doch der Verbrauch bleibt stabil
Energieausgaben für städtische Gebäude in Mönchengladbach stiegen 2024 um 53 Prozent auf 10,7 Millionen Euro
Die Energiekosten der Stadt Mönchengladbach für kommunale Gebäude sind 2024 stark angestiegen – um 53 Prozent auf 10,7 Millionen Euro. Trotz des deutlichen Ausgabenanstiegs blieben der Gesamtenergieverbrauch und der CO₂-Fußabdruck der Stadt jedoch nahezu unverändert im Vergleich zum Vorjahr. Ein neuer Bericht zeigt nun auf, wohin die Mittel flossen und welche Maßnahmen in Zukunft geplant sind.
Der Energiebericht der Stadt umfasste über 350 Gebäude mit einer Gesamtfläche von rund 750.000 Quadratmetern. Der Stromverbrauch lag mit 13,32 Millionen Kilowattstunden (kWh) fast auf dem Niveau des Vorjahres, während der Erdgasverbrauch bei 50,4 Millionen kWh stabil blieb. Lediglich der Heizölverbrauch stieg von 4,75 Millionen auf 6 Millionen kWh an.
Schulen als größte Energieverbraucher Mit 49 Prozent des Stroms und 62,5 Prozent des Erdgasverbrauchs in kommunalen Liegenschaften waren Schulen die größten Energieverbraucher. Der CO₂-Fußabdruck aller städtischen Gebäude blieb mit 16.643 Tonnen CO₂-Äquivalenten nahezu identisch zu 2023.
Ein zentrales Projekt im vergangenen Jahr war die Modernisierung der Beleuchtungsanlagen für 850.000 Euro, die zur Hälfte durch Bundesfördermittel finanziert wurde. Für die Zukunft plant das Gebäudemanagement Mönchengladbach (gmmg), veraltete Stromzähler durch digitale Modelle zu ersetzen. Zudem sollen Wasser- und Wärmezähler in einer gemeinsamen Datenplattform gebündelt werden, um die Verbrauchskontrolle zu verbessern.
Hohe Kosten, aber kaum Einsparungen beim Verbrauch Obwohl die Energieausgaben stark stiegen, blieb der Verbrauch weitgehend konstant. Schulen blieben die größten Energieverbraucher, während Heizöl der einzige Brennstoff mit einem spürbaren Anstieg war. Die geplanten Modernisierungen der Zähler- und Datensysteme sollen künftig die Effizienz in den städtischen Gebäuden steigern.






