Bühnenarbeiter bei Stage XL kämpfen gegen prekäre Verträge und Ausbeutung
Conrad PechelBühnenarbeiter bei Stage XL kämpfen gegen prekäre Verträge und Ausbeutung
Bühnenarbeiter bei 36 Stage XL in Berlin haben prekäre Arbeitsbedingungen und unsichere Verträge innerhalb des Unternehmens aufgedeckt. Mitarbeiter bildeten eine betriebliche Initiative, um für bessere Rechte zu kämpfen – unterstützt von der basisdemokratischen Gewerkschaft FAU. Ihre Kampagne rückt anhaltende Probleme bei Bezahlung, Arbeitssicherheit und Jobstabilität in der Branche ins Licht.
Vojta C. begann seine Tätigkeit bei 36 Stage XL mit einem Minijob-Vertrag und arbeitete eine feste Anzahl von Schichten pro Woche. Nach einer Krankheit und ausgefallenen Einsätzen erhielt er für die fehlenden Stunden keinen Lohn. Danach wurde ihm nur noch selten Arbeit zugewiesen.
Auch German Garcia war für das Unternehmen auf Basis eines befristeten Vertrags ohne jegliche Absicherung tätig. Wie Vojta bekam er bei krankheitsbedingtem Fehlen keine Entschädigung für ausgefallene Schichten. Keiner der beiden Arbeiter hatte Anspruch auf Kranken- oder Sozialversicherung.
Laut Angaben der Beschäftigten gab es keine Sicherheitsschulungen, und sie mussten ihre Schutzkleidung selbst kaufen. Als Reaktion gründeten sie eine betriebliche Gruppe in Zusammenarbeit mit der anarchosyndikalistischen Gewerkschaft FAU. Die Initiative forderte eine gerechtere Behandlung und startete die Kampagne Stage Workers United, die über deutsche Arbeitsrechte und Arbeitsschutz aufklärt.
Die FAU ließ die Arbeitsverträge von 36 Stage XL rechtlich prüfen, um ihre Vereinbarkeit mit dem Gesetz zu überprüfen. Trotz anhaltender Missstände in der Branche sieht die Gewerkschaft die kollektiven Aktionen und die öffentliche Thematisierung als wichtigen Schritt nach vorn.
Die Kampagne hat die schwierige Situation der Bühnenarbeiter bei 36 Stage XL ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Die Beschäftigten kämpfen weiterhin für sichere Arbeitsbedingungen, faire Bezahlung und reguläre Verträge. Die rechtliche Einschätzung der FAU könnte künftige Arbeitsstandards in der Branche beeinflussen.






