Martin Schulz erhält nachträglich Paralympics-Silber durch Doping-Disqualifikation
Diethelm WeißMartin Schulz erhält nachträglich Paralympics-Silber durch Doping-Disqualifikation
Deutscher Para-Triathlet Martin Schulz erhält nachträglich Silber von den Paralympics 2024 in Paris
Fast zwei Jahre nach den Wettkämpfen wurde dem deutschen Para-Triathleten Martin Schulz die Silbermedaille der Paralympics 2024 in Paris zuerkannt. Der Aufstieg in der Platzierung folgt nach der Disqualifikation des brasilianischen Konkurrenten Ronan Nunes Cordeiro wegen eines Dopingverstoßes. Schulz, 36, hatte das Rennen der Männer in der Klasse PTS5 über die Sprintdistanz am 2. September 2024 ursprünglich als Dritter beendet.
Der für den SC DHfK Leipzig startende Athlet hatte in Paris zunächst Bronze geholt. Sein Ergebnis änderte sich, nachdem Cordeiro, der als Zweiter ins Ziel gekommen war, bei den Wettkampfkontrollen positiv auf das verbotene Steroid 19-Norandrosteron getestet worden war. Die Substanz steht gemäß den Anti-Doping-Regeln zu jeder Zeit auf der Verbotsliste.
Im Oktober 2024 war Cordeiro vorläufig gesperrt worden. Obwohl er gegen die Vorwürfe Berufung einlegte, bestätigte das Anti-Doping-Tribunal des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) im Januar 2026 die Sanktionen. Das Tribunal strich seine Leistung in Paris und entzog ihm die Medaille.
Mit der bestätigten Disqualifikation Cordeiros rückte Schulz auf den zweiten Platz vor. Die World Triathlon wird nun über weitere Maßnahmen gegen den brasilianischen Sportler entscheiden, darunter ein mögliches Wettkampfverbot.
Die nachträgliche Medaillenvergabe bedeutet für Schulz die zweite paralympische Silbermedaille seiner Karriere – neben zwei zuvor errungenen Goldmedaillen. Die Entscheidung beendet ein langes Überprüfungsverfahren, das mit Cordeiros positivem Dopingtest 2024 begonnen hatte. Schulz' nachträglich verbessertes Ergebnis gilt nun als offizielles Rennergebnis.






