Mainzer Rhein-Umbau bedroht Zukunft der Fahrgeschäfte auf Volksfesten
Conrad PechelMainzer Rhein-Umbau bedroht Zukunft der Fahrgeschäfte auf Volksfesten
Die Neugestaltung des Rheinufers in Mainz gefährdet die Zukunft großer Fahrgeschäfte auf traditionellen Volksfesten. Die Schaustellerkultur wurde erst im vergangenen Jahr in Deutschland als immaterielles Kulturerbe anerkannt. Doch nun fürchten Betreiber, dass viele Attraktionen durch die neuen Pläne verschwinden könnten.
Vom 19. bis 22. Juni 2023 findet in Mainz die Johannisnacht statt. Doch die sonst üblichen großen Fahrgeschäfte wie die Schaukelkarussells und Autoscooter könnten bald keinen Platz mehr am Rheinufer finden. Marco Sottile, Vorsitzender des örtlichen Schaustellerverbandes, warnt, dass bis zu 30 Buden und kleinere Attraktionen ebenfalls betroffen sein könnten.
Oberbürgermeister Nino Haase gibt sich indes optimistisch, eine Lösung zu finden, die allen Seiten gerecht wird. Er schlägt vor, die großen Fahrgeschäfte in einen anderen Abschnitt des Rheinufers zu verlegen. Gleichzeitig betont Haase die Bedeutung von Grünflächen, um die Lebensqualität zu steigern und die Stadt an den Klimawandel anzupassen.
Trotz der Zuversicht des Oberbürgermeisters fordert Sottile klarere Planungen, bevor die Umgestaltung voranschreitet. Die Schausteller signalisieren zwar Kompromissbereitschaft, doch bisher gebe es noch keine tragfähige Lösung, so ihre Kritik.
Die Neugestaltung könnte einen zentralen Bestandteil der Mainzer Festkultur beseitigen. Ohne gangbaren Plan drohen traditionelle Volksfeste wie der Rhein-Frühling und die Johannisnacht ihre beliebtesten Attraktionen zu verlieren. Stadt und Schausteller suchen weiterhin nach einem gemeinsamen Weg.






