Gewerkschaft NGG fordert 14,5 Prozent mehr Lohn für Mainzer Gastronomie vor der WM
Hans-Jürgen ZirmeGewerkschaft NGG fordert 14,5 Prozent mehr Lohn für Mainzer Gastronomie vor der WM
Gewerkschaft NGG kämpft für bessere Arbeitsbedingungen in Mainzer Gastronomie vor der Fußball-WM
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) setzt sich vor der FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft für bessere Arbeitsbedingungen in der Mainzer Gastronomie ein. Sie warnt Unternehmen davor, sich auf übermäßige Überstunden zu verlassen, und fordert faire Bezahlung für rund 6.850 Beschäftigte. Zudem verlangt die Gewerkschaft eine Lohnerhöhung von 14,5 Prozent, um die zusätzliche Belastung während des Turniers abzufedern.
Die NGG nutzt die WM als Druckmittel in den laufenden Tarifverhandlungen mit dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA). Sie argumentiert, dass eine Lohnerhöhung von 14,5 Prozent einem vollzeitbeschäftigten Fachkoch mindestens 400 Euro mehr im Monat einbringen würde. Die Gegenangebote des DEHOGA wurden als unzureichend abgelehnt – die NGG bezeichnet sie als „Schlag ins Gesicht“ der Beschäftigten.
Die Gewerkschaft betont, dass die Belegschaft zwar bereit sei, während des Turniers zu arbeiten, aber nur unter fairen Arbeitszeiten und angemessener Bezahlung. Sie fordert Arbeitgeber auf, für Spitzenzeiten zusätzliches Personal einzustellen, statt bestehende Mitarbeiter zu überlasten. Durch die späten Anstoßzeiten wegen des Austragungsorts in Nordamerika könnte zudem die Zahl öffentlicher Public-Viewing-Veranstaltungen in Mainz sinken.
Die NGG rechnet mit einer hohen Nachfrage nach den wenigen verfügbaren Public-Viewing-Flächen. Gleichzeitig pocht sie darauf, dass Dienstpläne die Privatsphäre der Beschäftigten respektieren müssen, um eine „Überstunden-WM“ zu verhindern.
Im Kern geht es der Gewerkschaft um faire Löhne und zumutbare Arbeitszeiten für Gastronomiebeschäftigte. Sie verlangt von den Betrieben, vorzusorgen und die Belegschaft während des Turniers nicht auszubeuten. Das Ergebnis der Tarifverhandlungen bleibt ungewiss, doch die NGG bleibt hartnäckig in ihren Forderungen.






