Mainzer Dezernentin zerpflückt Eröffnung von Terminal 3 als "Lärm-Hohn" für die Region
Francesco SchenkMainzer Dezernentin zerpflückt Eröffnung von Terminal 3 als "Lärm-Hohn" für die Region
Mainzer Umwelt- und Verkehrsdezernentin Janina Steinkrüger übt scharfe Kritik am Eröffnungsterminal 3 des Frankfurter Flughafens
Die Mainzer Umwelt- und Verkehrsdezernentin Janina Steinkrüger hat die Eröffnung des Terminals 3 am Frankfurter Flughafen scharf verurteilt. Die Feierlichkeiten bezeichnete sie als "Schlag ins Gesicht" für die Anwohner der Rhein-Main-Region, die bereits seit Jahren unter dem unerbittlichen Fluglärm leiden.
Steinkrüger sprach von einer "Trauerfeier für eine lärmgeplagte Region – serviert mit platter Sektflasche". Seit Jahren seien die Lärmbelastungen in der Region unerträglich, der Flugverkehr habe längst ein Maß erreicht, das für die Bevölkerung nicht mehr zumutbar sei. Das neue Terminal, das die Kapazitäten weiter ausbauen soll, werde das Problem nur noch verschärfen, so die Dezernentin.
Zudem stellte sie die Notwendigkeit des Projekts infrage. Seit über einem Jahrzehnt würden die Flughafenbetreiber mit steigenden Passagier- und Flugzahlen argumentieren – doch die Daten hätten den Bedarf für Terminal 3 nie belegt, und die Flugbewegungen seien seit Baubeginn sogar stagniert. Steinkrüger warf den Verantwortlichen vor, Planungsfehler durch den Ausbau des Frachtverkehrs und die Abhängigkeit von Billigfluglinien zu vertuschen.
Ihre Skepsis erstreckt sich auch auf das weiterhin geschlossene Terminal 2. Offene Zweifel äußerte sie daran, ob es jemals wiedereröffnet werde – was die langfristige Strategie des Flughafens weiter infrage stellt.
Die Kritik unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen Flughafenausbau und den Sorgen der Anwohner wegen der Lärmbelastung. Mit der Inbetriebnahme von Terminal 3 drohen den Bewohnern noch mehr Flüge, während die wirtschaftliche und ökologische Rechtfertigung des Projekts weiterhin umstritten bleibt.






