25 April 2026, 08:12

Mainz plant umstrittene Beherbergungsabgabe – Tourismusbranche protestiert

Schwarze und weiße Anzeige für ein Leipziger Hotel, das sein Gebäude, umliegende Bäume und Menschen zeigt, begleitet von beschreibendem Text.

Mainz plant umstrittene Beherbergungsabgabe – Tourismusbranche protestiert

Mainz plant neue "Beherbergungsabgabe" – scharfe Kritik aus der Tourismusbranche

Die Stadt Mainz hat eine neue "Beherbergungsabgabe" vorgeschlagen, die bei lokalen Tourismusvertretern auf starken Widerstand stößt. Der Mainzer Tourismusfonds warnt, dass die zusätzliche Gebühr die ohnehin schon angeschlagene Branche weiter finanziell belasten würde. Mitglieder des Vorstands bezeichnen den Schritt als Vertrauensbruch gegenüber der Stadtverwaltung.

Bisherige Gespräche zwischen dem Tourismusfonds und Vertretern der Stadt, darunter Oberbürgermeister Nino Haase, hatten sich auf einen "Besucherbeitrag" konzentriert. Im Gegensatz zur nun geplanten Abgabe wären die Einnahmen aus diesem Alternativmodell direkt in die Förderung des Tourismus geflossen. Julia Barth, Vorstandsmitglied des Fonds, betonte, dass die Branche in Mainz bereits in einem labilen Zustand sei.

Die neue Abgabe, umgangssprachlich auch als "Bettensteuer" bekannt, bietet keine Garantie dafür, dass die eingenommenen Mittel dem Tourismus zugutekommen. Lutz Frey, ein weiteres Vorstandsmitglied, äußerte sich frustriert über die plötzliche Kehrtwende in der Planung. Er argumentierte, dass die Abgabe die Unternehmen belasten würde, ohne klare Vorteile für den Sektor zu bringen.

Der Tourismusfonds hatte wiederholt ein System gefordert, bei dem die erhobenen Gebühren in die lokale Tourismusförderung zurückfließen. Doch stattdessen droht der aktuelle Vorschlag der Stadt, das ohnehin angespannte Verhältnis zwischen Verwaltung und einer Branche, die sich noch von den jüngsten Krisen erholt, weiter zu belasten.

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Die geplante Beherbergungsabgabe könnte die finanziellen Schwierigkeiten der Mainzer Tourismusbetriebe noch verschärfen. Da die Einnahmen nicht zweckgebunden für den Tourismus vorgesehen sind, riskiert die Abgabe, den Sektor weiter zu schwächen statt zu stärken. Zwischen Stadtspitze und Branchenvertretern wachsen nun die Spannungen über die Zukunft des Plans.

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