Mainz kämpft weiter mit akutem Wohnungsmangel – doch Lösungen fehlen
Francesco SchenkMainz kämpft weiter mit akutem Wohnungsmangel – doch Lösungen fehlen
Mainz bleibt von akutem Wohnungsmangel betroffen – Entspannung nicht in Sicht
Trotz laufender Bauprojekte verschärft sich die Wohnungsnot in Mainz weiter. Allein im vergangenen Jahr fehlten rund 7.100 Wohnungen, um den Bedarf zu decken. Steigende Nachfrage und explodierende Preise machen die Situation für die Bewohnerinnen und Bewohner zunehmend schwieriger.
Die Einwohnerzahl der Stadt wächst kontinuierlich, wodurch der Wohnraumbedarf das Angebot bei Weitem übersteigt. 2024 zählte Mainz etwa 121.800 Wohneinheiten, doch Fachleute prognostizieren, dass bis 2035 zusätzlich 4.000 Haushalte benötigt werden. Obwohl der Großteil des Wohnraums – 73 Prozent – in Mehrfamilienhäusern liegt, bleibt die Lücke bestehen.
Die Mieten sind im letzten Jahrzehnt stark angestiegen. Die durchschnittliche Kaltmiete lag 2023 bei 14 Euro pro Quadratmeter – ein Plus von 40 Prozent seit 2015. Auch der Kauf von Wohneigentum ist deutlich teurer geworden: Die Preise für Eigentumswohnungen stiegen im selben Zeitraum um 48 Prozent und liegen nun bei durchschnittlich 4.030 Euro pro Quadratmeter.
Fast 70 Prozent des Mainzer Wohnraums entfallen auf Mietwohnungen, doch nur 10 Prozent werden von der städtischen Wohnungsbaugesellschaft verwaltet. Da 80 Prozent der Haushalte aus ein oder zwei Personen bestehen, bleibt die Nachfrage nach kleineren Wohnungen hoch. Trotz Bauaktivitäten hält der Mangel jedoch an.
Die Wohnungsmarktkrise in Mainz zeigt keine Anzeichen einer Besserung. Sowohl Mieten als auch Kaufpreise steigen weiter, während das Bevölkerungswachstum zusätzlichen Druck ausübt. Ohne einen deutlichen Zubau an Wohnraum droht die Knappheit langfristig zu bestehen.






