Mainz führt kostenlosen Ganztagsunterricht an zwei Grundschulen ein
Diethelm WeißMainz führt kostenlosen Ganztagsunterricht an zwei Grundschulen ein
Zwei Grundschulen in Mainz werden bald Ganztagsunterricht für alle Schülerinnen und Schüler anbieten. Die Eisgrub-Grundschule in der Altstadt und die Grundschule Im Feldgarten in Ebersheim sollen ihre Räumlichkeiten erweitern. Der Schritt erfolgt im Rahmen der Bemühungen der Stadt, die gesetzliche Vorgabe zur ganztägigen Betreuung bis zum Schuljahr 2026/2027 umzusetzen.
Aktuell arbeiten beide Schulen als Halbtagseinrichtungen. Eine Nachmittagsbetreuung gibt es zwar, sie wird jedoch von Eltern-Lehrer-Vereinen organisiert und ist kostenpflichtig. Fast 93 Prozent der Familien an der Eisgrub-Grundschule nutzen diesen Service bereits.
Mit der Erweiterung wird eine kostenlose Ganztagsschule eingeführt, inklusive Mittagsverpflegung. Die Mensen an beiden Standorten werden dafür modernisiert. Die Eisgrub-Grundschule wird bis 2027/2028 zu einer "offenen Ganztagsschule" umgestellt, die Grundschule Im Feldgarten folgt ein Jahr später.
Die Finanzierung des Projekts stammt größtenteils aus Bundes- und Landesmitteln. Allein für den Ausbau der Mensa an der Eisgrub-Grundschule wurden 509.320 Euro an Bundeszuschüssen bewilligt. Das Land gewährt zudem eine Pauschalförderung von 50.000 Euro für jede neue Ganztagsschule. Die laufenden Kosten – etwa für Mahlzeiten und zusätzliches Personal – werden für die Eisgrub-Grundschule auf jährlich 24.200 Euro und für die Grundschule Im Feldgarten auf 35.000 Euro geschätzt.
Stadtvertreter betonen, dass die Erweiterung berufstätige Familien entlaste und die Bildungsgerechtigkeit verbessere. Die Initiative ist Teil des übergeordneten Plans von Mainz, bis zum Schuljahr 2026/2027 eine ganztägige Betreuung für alle Grundschulkinder zu garantieren. Die Änderungen bieten Eltern mehr Flexibilität und sorgen dafür, dass Kinder den ganzen Tag über strukturierte Betreuung erhalten. Beide Schulen erhalten modernisierte Räumlichkeiten und zusätzliches Personal, um das neue System zu unterstützen. Die Stadt rechnet damit, dass der Umstellungsprozess in den nächsten vier Jahren abgeschlossen sein wird.






